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Beschreibung



Welche Wanderreise passt zu mir?

Um eine Wanderreise zu unternehmen, müssen Sie kein Hochleistungssportler sein, sollten Ihr eigenes Können und Ihre Erfahrung jedoch realistisch einschätzen können. Außerdem sollten Sie einige Begriffe kennen; denn oft tauchen in Wanderbeschreibungen Begriffe oder technische Angaben auf, die nicht immer ganz leicht zu verstehen sind.

Die konditionellen Anforderungen


Jeder Wanderung ist anders: Mal sind Auf- und Abstieg gleich, mal gibt es einen großen Aufstieg oder dieser ist in kleinen Teilstücken zu bewältigen - einzige Einschränkung obliegt hier der Natur und der Routenwahl. Höhenmeter und Gehzeit sind dabei die zwei wesentlichen Charakteristika. Doch was bedeutet das für Sie und wie können Sie sich vorbereiten?

Leichte Touren für Einsteiger, Genießer und Senioren
- Auf- und Abstiege bis jeweils 400 Höhenmeter
- Nettogehzeiten (abzüglich Pausen) bis 4 Stunden
- Erfordert keine Vorbereitung, lediglich Spaß
  und Freude an der Bewegung

Mittelschwere Touren für aktive Genießer
- Auf- und Abstiege bis jeweils 700 Höhenmeter
- Nettogehzeiten (abzüglich Pausen) bis 6 Stunden
- Vorbereitung durch regelmäßiges (3 mal pro Woche) Gehen,
  Nordic Walken, Wandern

Anspruchsvolle Touren für erfahrene Wanderer
- Auf- und Abstiege bis jeweils 1.500 Höhenmeter
- Nettogehzeiten (abzüglich Pausen) bis 10 Stunden
- Vorbereitung durch regelmäßigen (3 mal pro Woche) Sport wie
  Laufen, Radfahren, Wandern
 

Die technischen Anforderungen


Zu Fuß unterwegs zu sein, bedeutet auf unterschiedlichen Wegen, Pfaden oder abseits dieser zu wandern. Oft sind diese etwas ausgesetzt und Konzentration ist gefordert, um die Route gut zu meistern. “Ausgesetzt“ bezieht sich hierbei auf Passagen eines Weges, an denen ein Absturz schwerwiegende Folgen hätte, weil es z. B. direkt neben dem Weg steil bergab geht. Zwei Begriffe werden in diesem Zusammenhang relativ häufig erwähnt: Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

 

Trittsicherheit bedeutet:

- Fortbewegung auf unwegsamem Untergrund wie auch bei 
  unterschiedlichen Witterungsbedingungen, ohne das Gleichgewicht
  zu verlieren. Dazu gehört auch, dass man einen kleinen Rutscher
  ohne schwerwiegende Folgen ausgleichen kann.
- Richtige Einschätzung des Untergrunds (z. B. Griffigkeit) und der
  eigenen Koordinations- und Leistungsfähigkeit, auch bei Ermüdung,
  sowie entsprechende Anpassung des Gehtempos. Erfahrungsgemäß
  lässt die Trittsicherheit am Nachmittag infolge körperlicher
  und geistiger Ermüdung nach.



 
Schwindelfreiheit bedeutet:

- Fortbewegung an ausgesetzten Passagen ohne Angstgefühle, also weder Höhenangst noch eine besondere Anfälligkeit für Höhenschwindel. Höhenschwindel ist ein natürliches Phänomen, das auftreten kann, wenn man sich an ausgesetzter Stelle in größerer Höhe über dem Untergrund befindet und dabei die eigene Körperhaltung als instabil empfindet, weil dem Auge die Bezugspunkte fehlen. Im Gegensatz dazu ist die Höhen- angst eine Reaktion, die im Vergleich zur tatsächlichen Situation unangemessen oder übertrieben ist, da keine oder nur eine geringe, objektive Gefahr besteht. Wer unter Höhenangst leidet, muss sich damit nicht abfinden - Schwindelfreiheit lässt sich trainieren!

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