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TUI ReiseCenter
Bahnhofstr. 8
59302 Oelde
Telefon: (0 25 22) 83 17 81
Fax: (0 25 22) 83 20 89
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Golf ganz ohne Polohemden und karierten Pullundern? Ja, das ist möglich. Beim sogenannten Crossgolfen
trifft man sich recht salopp gekleidet
nicht auf einem gepflegten Grün, sondern überall, wo es Platz gibt im städtischen Umfeld. Abgeschlagen wird von einer mitgebrachten Kunstrasenmatte - und lauter Jubel ertönt, wenn eine Mülltonne mit sattem Scheppern das Hole-in-One
vermeldet. Das sind die Kennzeichen der Trendsportart: Die Spieler wählen ihre Ziele selbst, und auf ein dickes Regelwerk wird verzichtet. Zwar hat genau wie beim „klassischen“ Golf die Nase vorn, wer am wenigsten Schläge benötigt, jedoch steht der Spaßfaktor eindeutig im Vordergrund. Benötigt werden lediglich ein Siebener-Eisen
und ein paar Bälle. Die einzige Regel, die es zu beachten gilt, lautet: Safety first! Und natürlich kann man auch mit anderen konkurrieren - zum Beispiel beim Open der deutschen Organisation Firegolfer Crossgolf Germany
- einem der größten Cross-Turniere weltweit.
So rebellisch das Ganze auch klingen mag - im Grunde ist es eine Bewegung „zurück zu den Anfängen“. Denn genau so hat vermutlich der moderne Golfsport
begonnen. Die Begeisterung der Niederländer dafür, einen Ball mit dem Schläger durch die Straßen zu treiben, lässt sich heute an der Zahl mittelalterlicher Dekrete ablesen: Wenigstens im Inneren von Kirchen und in engen Gassen wollten die Oberen das „Kolven“ verbieten. Wesentlich gefahrloser geht es da heute doch beim Swingolf
zu. Auch diese Trendsportart,
die mit einem größerem Ball und einem Allround-Schläger auskommt beruft sich auf das Ur-Golf - gespielt wird jedoch immerhin auf einem klar umrissenen Parcours. Dieser jedoch nimmt nur etwa 15 Prozent der Fläche ein, die man für einen klassischen Golfplatz benötigt. Obwohl es seit 2005 sogar einen eigenen Dachverband gibt, ist Swingolf noch lange kein Breitensport: 50 Swingolfplätzen
in Deutschland stehen 700 konventionelle Golfplätze gegenüber.
Doch auch auf diesen hat sich einiges getan. Möglicherweise ist das der Grund dafür, dass sogar Umweltschützer
mittlerweile etwas versöhnlicher geworden sind. Golf- und Naturschutzverbände haben Kompromisse gefunden: gerade auf Golfplätzen Inseln für die Natur
zu schaffen, wo sie ungehindert gedeihen darf und schon beim Neubau Belange des Artenschutzes zu berücksichtigen. Bei einzelnen Projekten kooperierte der Deutsche Golf Verband e. V. bereits erfolgreich mit dem Naturschutzbund NABU - und seit 2005 bietet er Clubs das in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Naturschutz entwickelte Umweltprogramm Golf und Natur
an. 90 Clubs beteiligen sich bereits an diesem Programm. So wie der Golf & Country Club Fleesensee,
der über mehrere Jahre an seinem Umweltmanagement feilte und schließlich 2009, nach der Bronze- und Silber-Urkunde, alle erforderlichen Kriterien für das Zertifikat in Gold erfüllt hatte. Heute arbeitet der Club mit der Deutschen Wildtierstiftung zusammen; Schmetterlingshotels und Nistkästen sorgen auf der Anlage für ein Aha-Erlebnis bei Golfern und Wildtieren gleichermaßen.
Im benachbarten Resort Fleesensee
räumt man aber auch gleich mit einem weiteren Vorurteil auf: dass Golfspielen ausschließlich etwas für die ältere Generation sei. Denn Übernachtungsgäste bis 14 Jahre des auf Familien ausgerichteten Dorfhotels mit seinem Appartement-Konzept und des 4,5-Sterne-Komfort-Iberotels
direkt am See spielen in Fleesensee sogar kostenlos. Damit dürfte der Nachwuchs für den großen Sport mit dem kleinen weißen Ball gesichert sein, oder?
Quelle: Kundenmagazin FREIZEIT 04/2011, Autor: Armin V. Roon
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