Urlaub mit dem eigenen Pkw - Tipps für Autoreisen
Damit die Spritztour ins Ausland nicht zum teuren Spaß wird!
Tempolimit
Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in den meisten EULändern auch auf Autobahnen ein Tempolimit,
das 110, 120 oder 130 Kilometer pro Stunde beträgt, in geschlossenen Ortschaften 50 oder 60 Kilometer pro Stunde. Wer hier gegen die Regeln verstößt, muss das Urlaubsbudget kräftig zusammenstreichen - in Frankreich werden für 20 Kilometer pro Stunde Regelüberschreitung mindestens 90 Euro fällig, in Italien 140, in Belgien schon 150 und in Norwegen sogar 390 Euro. Kassiert wird gerne sofort und in bar. Zum Beispiel für die Missachtung einer roten Ampel: in Spanien 90 bis 300 Euro, in Italien 140 Euro, in Dänemark 135 bis 200 Euro. Ein einzigartiges Lichterspiel liefern die Ampeln übrigens beim Umschalten in Österreich: Sie blinken erst viermal grün, bevor auf die kurze Gelbphase umgeschaltet wird. Kosten kann der Rotlichtverstoß dort bis zu 145 Euro.
Krank im Urlaub
Falls Sie im Urlaub plötzlich krank
werden oder einen Unfall haben sollten, machen Sie sich keine Sorgen: Im EU-Land haben Sie Anspruch auf kostenlose oder ermäßigte Versorgung, doch bewahren Sie eventuelle Rechnungen immer auf, da Sie oftmals erst einmal die Kosten übernehmen müssen, bevor Sie sie nachher erstattet bekommen. Um das ganze Verfahren zu erleichtern, sollten Sie sich in Deutschland die kostenlose Europäische Kranken-versicherungskarte
zulegen.
Telefonieren am Steuer
Unwillige Postkartenschreiber können sich freuen: Ab 1. Juli 2010 kosten getätigte Anrufe im Ausland maximal noch 39 Cent und empfangene Anrufe nur noch 15 Cent. Da ruft man doch lieber kurz an, als die 75 Cent fürs Porto zu bezahlen. Doch lassen Sie sich lieber nicht zum Telefonieren am Steuer verführen, denn das kann teuer werden. In Griechenland kostet es bis zu 150 Euro, die Niederlande ziehen Ihnen 140 Euro aus der Tasche, in Portugal und Norwegen verlieren Sie 120 Euro und in Italien mindestens 74 Euro - da ist das traditionelle Postkartenschreiben
weit günstiger.
Autobahn-Maut
Auch wer nichts falsch gemacht hat, kann trotzdem angehalten werden. Denn in vielen Ländern ist schon die Straßenbenutzung gebührenpflichtig: Sondermautstrecken, Autobahngebühren oder Vignettenpflicht sind beinahe überall Standard - außer Deutschland leisten sich in der EU nur Finnland und die Benelux-Länder den Luxus kostenloser Straßen.
Trunkenheit am Steuer
Wie verführerisch die Cocktails auch sein mögen, lassen Sie sich nicht zu einer Trunkenheitsfahrt verleiten. Mit einer Geldstrafe ist es nämlich häufig nicht getan. In Italien verliert den Wagen, wer mit mehr als 1,5 Promille erwischt wird. Der wird eingezogen und eventuell sogar versteigert. In Spanien bekommen Sie kurzerhand ein Hotelzimmer mit schwedischen Gardinen: Bei mehr als 1,2 Promille kann es bis zu drei Monate Gefängnisstrafe geben. Die interessanteste Berechnungsart hat aber immer noch Dänemark: Promille (ab 0,5) mal Monatseinkommen gleich Höhe des Bußgeldes, mindestens aber 540 Euro.
Führerschein
Tragen Sie Ihren Führerschein bei sich, und zusätzlich am besten noch die Zulassungspapiere, da die in einigen Ländern auch mitgeführt werden müssen. Ihr gültiger Reisepass oder Personalausweis, sowie Unterlagen für die Reise-, Krankenund Kraftfahrzeugversicherung sollten immer im Gepäck dabei sein.
Treibstoff
Damit Ihnen nicht der Treibstoff ausgeht, der in manchen Ländern - allen voran Norwegen mit 1,73 Euro pro Liter Superbenzin - reichlich kostet, nehmen viele Reisende Reservesprit mit. Doch das ist nicht allerorts erlaubt: In Griechenland, Luxemburg, Ungarn, Bulgarien, Kroatien und Rumänien ist es strikt verboten, die Schweiz, Liechtenstein und die Türkei (nicht auf dem Fährweg) erlauben hingegen 25-Liter-Kanister.
Linksverkehr
Um nicht ungewollt zum Geisterfahrer zu werden, denken Sie bitte daran, dass in Irland, dem Vereinigten Königreich, auf Malta und Zypern Linksverkehr herrscht.
Allen eine gute Fahrt!
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