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Beschreibung



Winter-Urlaub - Alpinski und Langlauf

Zwei Geschwister im Schnee

Alpinski

Wie man schon an den scharfen Kurven des Carver-Ski  erkennen kann: Seine schlanke Taille sorgt für mehr Beweglichkeit auf der Piste und die Metallkanten sorgen dafür, dass auch auf eisglattem Untergrund niemals die Kontrolle verloren wird. Die Geschichte des Alpinski beginnt um 1890 mit dem Österreicher Mathias Zdarsky.  Zdarsky erkannte, dass die aus Norwegen importierten Ski sich in unseren Alpen nicht besonders heimisch fühlten. Für steile Abfahrten waren sie zu sperrig, für enge Kurven zu lang und zu wenig drehfreudig.

Zdarsky griff zu einem brachialen Mittel - aber es waren eben harte Zeiten damals. Er stutzte die riesenhaften Wikinger-Vorfahr mit der Säge auf alpentaugliche 1,80 Meter und verpasste ihm eine Fersenhalterung aus Eisen, die nach Zdarskys Heimatort „Lilienfelder Bindung“ genannt wurde. Seine Erfindung taufte Mathias - Sie werden es erraten haben - „Alpinski“ . Sie ist heute nahezu auf jedem Kontinent vertreten. 

 

Ski-Langlauf

Seine Geschichte reicht schon 4500 Jahre und weiter zurück. Die Ursprünge verlieren sich im Dunkel der nordischen Winter, aber wahrscheinlich waren es die Saami, skandinavische Ureinwohner. Im abgeschiedenen, hügeligen Terrain  waren sie die Spezialisten, wenn es darauf ankam, sich schnell, sicher und ausdauernd über tiefen Schnee zu bewegen. Das mussten auch die gefürchteten Wikinger erkennen: Im achten Jahrhundert fiel Ragnar Lodbrok in Nordnorwegen ein und wurde von einer Gruppe Bauern vernichtend geschlagen. Grund dafür war die Unterstützung der vorfahren, die den Bauern zu mehr Beweglichkeit auf dem verschneitenUntergrund und damit zum entscheidenden Vorteil gegenüber den schwer bewaffneten Wikingern verhalfen. Kein nordischer Krieg, ohne Langlauf-Skier. 

Auch dem 30-jährigen Krieg  blieben sie nicht fern. Und auf wissenschaftlichem Gebiet muss natürlich die Durchquerung Grönlands 1888-89 unter Fridtjof Nansen genannt werden. Für seine Leistung wurde Er als Nationalheld gefeiert.
 
 Im Gegensatz zum Alpin-Ski, wo es um Geschwindigkeit geht, nehmen Ski-Langläufer die winterliche Natur und die verschneite Landschaft besonders intensiv und hautnah wahr. Sie lieben die Stille, das leise Knirschen des Schnees, und das wechselnde Panorama.  Dazu gehört auch, dass eine Loipe , verglichen mit einer Piste, praktisch keine Eingriffe in die Landschaft erfordert. Wer einmal ein Skigebiet im Sommer gesehen hat, weiß, wovon die rede ist.
 

Quelle: Kundenmagazin FREIZEIT 11/2010, Autor: Urs N. Jascht

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