Städtereise in die Hauptstadt Irlands - Dublin 

Kultur- und Amüsierviertel

Sie gehören zu Dublin bzw. Irland allgemein wie die Farbe Grün und verleihen der Stadt trotz über einer halben Million Einwohner eine gemütliche, herrlich entspannte Atmosphäre - die  unzähligen Pubs. An jeder Ecke darf eingekehrt und ein kühles Pint genossen werden. Dabei gibt es selbst für Nichttrinker zumindest einen Pflichttermin: Der Besuch des Guinness Store Houses. Schon von weitem begrüßt einen der ganz eigene Hopfengeruch, bevor man im Besucherzentrum die 250-jährige Geschichte des schwarzen Biers von Brauverfahren bis hin zur Fässerherstellung kennenlernt. Den Abschluss der Tour bildet ein kühles Dunkles in der Gravity Sky Bar, die einen spektakulären 360-Grad Panoramablick über die Stadt bietet.

Die wohl dichteste Ansammlung von Pubs sowie trendigen Bars herrscht im Stadtteil Temple Bar. Allabendlich tobt in den engen, kopfsteingepflasterten Gassen am Südufer des Liffey  das Leben. Nicht zuletzt wegen des ausgeprägten Nachtlebens dieses Kultur- und Amüsierviertels gilt Dublin vor allem beim jungen Publikum als "Clubbing City". Dabei ist sowohl für Freunde elektronischer Klänge als auch für Fans guter, handgemachter Live-Musik etwas dabei. Oft stehen zwischen den mittelalterlichen Häuserzügen mit bunten Türen Straßenmusiker, die Lieder von U2, den Dubliners, Bob Geldof oder Sinead O“Connor schmettern - allesamt Kinder der Stadt. Generell kann man Dublin als Musikmekka  bezeichnen: Bereits sieben Mal gewann Irland den "Grand Prix d'Eurovision" u.a. mit Johnny Logan und das Finale wurde sechs Mal in Dublin ausgetragen.

Sightseeing

Natürlich kann die Stadt auch mit jeder Menge optischer sowie geschichtlicher Highlights aufwarten und fast alle davon sind bequem zu Fuß erreichen. Zunächst wäre da das Trinity College,  an dem auch schon „Dracula-Vater“ Bram Stoker studierte. 1592 gegründet, ist es die landesälteste Universität, und schon allein der begrünte Campus mit altem Kopfsteinpflaster und historischen Gebäuden ist eine Augenweide. Dann wären da noch die beiden größten Kathedralen St. Patrick's Cathedral und Christ Church Cathedral - beide übrigens protestantisch, obwohl mehr als 90 Prozent der Dubliner Katholiken sind. Ebenfalls absolut sehenswert sind Dublin Castle - lange Symbol der Unterdrückung durch die Briten - und Malahide Castle sowie die ursprünglich als Börse erbaute, restaurierte City Hall. In deren Gewölbe kann man sich in einer Ausstellung zur Stadtgeschichte auf die Spuren der Vergangenheit begeben.
 
Vom alten, industriellen Dublin, wie man es vielleicht noch aus Romanen kennt, ist kaum etwas übrig. Wohl am dramatischsten haben sich die Docklands  zu beiden Seiten des Liffey verändert. Verschwunden sind die Relikte der Industrie, das ehemalige Arbeiter- und Hafenviertel hat sich in den vergangenen Jahren zum beliebten Szenetreff gemausert. So wurde etwa ein alter Gasometer zum Designer-Wohntempel umfunktioniert und ein 1824 erbautes Tabak- und Weinlager präsentiert sich nach seinem 50-Millionen Euro teuren Umbau als exklusives Geschäfts- und Einkaufszentrum, in dem zahlungskräftige Kundschaft umherwandelt. Ist das Wetter einmal zu schlecht für eine Tour an der frischen Luft, bietet sich der Besuch eines der vielen National-Museen an, die sich unter anderem berühmten Dubliner Schriftstellern wie Bernard Shaw, Samuel Beckett, James Joyce oder Oscar Wilde aus Dublin widmen.
 
 

Grüne Insel

Natürlich darf selbst in einer Großstadt ein gewisses Maß an Grün nicht fehlen - schon gar nicht auf der „grünen Insel“: So bietet Dublin denn auch jede Menge Ruheoasen.  Mit über acht Quadratkilometern ist der Phoenix Park eine der größten der Stadt und beherbergt nicht nur eine frei lebende Herde Damwild, sondern auch die irische Präsidentin, die amerikanische Botschaft sowie den Dubliner Zoo. Schön ist auch der Park St. Stephen's Green, der Besucher vor allem in den Sommermonaten zu kostenlosen Konzerten und Theateraufführungen lockt und direkt ans Südende der ebenso beliebten wie belebten Einkaufsstraße Grafton Street grenzt.
 

Quelle: Kundenmagazin FREIZEIT 04/2011, Autor: Rebecca Reichenbach 

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