Madeira - Blütenpracht und Bergerlebnis

Bom Dia! Nur knapp vier Stunden entfernt und doch wie in einer anderen Welt liegt Madeira. Und so empfing uns die portugiesische Insel auch mit strahlendem Sonnenschein und 20° C, als in Deutschland noch kaltes Wetter und Schnee herrschten. Was für eine Wohltat für Augen und Seele!

Frühling auf der Blumeninsel Madeira..
 

... das heißt Grün, Grün, Grün - und blühende Blumenfelder, klare Luft sowie ein unbeschreiblicher Duft. Auf Madeira sprießt es nur so, die Insel ist urwüchsig,eine Insel mächtiger Berge und tiefer Täler. Dazu gibt es portugiesische Kulturgüter und traditionelle Gaumenfreuden. Und auch das ausgeglichene Klima mit max. 27°C im Sommer und milden Temperaturen und Sonnenschein im Winter laden zum Wandern ein.

 

Wie Schweizer Käse

Beinahe die ganze Insel ist untertunnelt. Das hat den Vorteil, dass man mit Bus und Mietauto rasch zu den schönsten Wanderzielen gelangt. Auf den ersten Blick wirkt alles steil und spektakulär - wären da nicht die zahlreichen Levadas, künstlich angelegte Bewässerungssysteme, die von geradezu paradiesischen Wanderwegen begleitet werden, die kaum ansteigend durch die ganzjährig blühenden Gärten führen.

Der Westen

Die Paul da Serra Hochebene lockte uns mit ihrer ganz besonderen Atmosphäre, die durch eine beeindruckende Stille und den häufig dichten Nebel an der Nordseite entsteht, der von der starken Verdunstung über dem Wald herrührt. Begonnen haben wir unsere Wanderung in einem kleinen Restaurante mit der Inselspezialität „Chà de limâo“, einem Tee aus frischen Zitronenschalen; köstlich erfrischend! Die wunderbaren Impressionen von dieser Hochebene begleiteten uns auf dem Weg Richtung Rabaçal und damit auf dem Weg zum Naturschauspiel des Risco Wasserfall es, der uns durch dichten Lorbeer- und Bauheide-(ur)-wald führte. Im kleinen Dörfchen Ponta do Sol probierten wir eine weitere Inselspezialität, Espetada de Frango (Hähnchenspieße) zusammen mit warmem Knoblauchbrot und gutem Inselwein!

Der Osten


Die Wanderung entlang der Levada der Mimosen , die auf Madeira neben uralten Drachenbäumen (Dragoeiros), Bougainvilleas und Hibiscus fast ganzjährig blühen, beeindruckte uns ebenfalls sehr. Immer im Blick die friedvollen und zahlreichen, üppigen Täler mit ihren Hangterrassen, auf denen jeder Quadratzentimeter Boden bepflanzt ist. Im Tal Ribeira Seca sahen wir Machico und dank des guten Wetters sogar die Desertas Inseln. Unsere unvergesslichen Eindrücke krönten wir mittags in Caniçal mit einer köstlichen „Espada“, einem Degenfisch mit Madeirabanane.  Der Degenfisch lebt in 1.500 m Tiefe und steigt nachts auf ca. 500 m Tiefe zum Tintenfischfang auf.
 

Das Landesinnere


Unser letzter Urlaubstag begann mit einer Fahrt ins Landesinnere zum Pico Ruivo, dem höchsten Berg der Insel (1.862 m). Auf guten, gepflasterten Wegen wanderten wir der Ruivo Hütte entgegen. Jeder Schritt durch diese Berge ist dank der wunderbaren Ausblicke ein Erlebnis. Von der Hütte sind es gerade noch 20 min bis zum Gipfel, von wo aus sich die gesamte Insel überblicken lässt. Kann Urlaub nicht länger dauern?
Eines steht fest: Madeira, wir kommen wieder! 
 



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