Kuba - mit der Revolution im Urlaub*

Willkommen in Kuba, im Land des wohl bekanntesten Revolutionärs aller Zeiten. Nicht nur in Kubas
Hauptstadt Havanna schaut er einen von Kaffeetassen, T-Shirts und allen anderen möglichen und
unmöglichen Requisiten an: Che Guevara, melancholisch-ernster Blick, die wilden Haare nur von dem
besterntem Barett gebändigt. Keine Frage, der Che ist Pop. Zur Steigerung der Popularität Kubas als
Reiseland hingegen musste es nach Fidel Castros Revolution 1959 erst zu einer weiteren kleinen „Revolution“
kommen: Das Land von Gerhard Schröders Lieblingszigarren ließ Anfang der 90er den Massen-Tourismus zu.
Von da an konnten Havannas nicht nur gepafft, sondern Havanna selbst auch bequem bereist werden.

 

Havanna ist mit seinen zwei Millionen Einwohnern die größte Stadt Kubas und gleichzeitig auch der perfekte Ort, um all die Dinge zu bestaunen, für die Kuba so bekannt ist. 
Dazu zählen ebenso die legendären Havanna-Zigarren, wie auch die berühmtern amerikanischen Straßenkreuzer der 50er Jahre, die heute noch in den Straßen anzutreffen sind. Leider sieht man diese mehr stehend als fahrend, Benzin ist für viele unerschwinglich.

Weiteres typisches Merkmal von Havanna sind die im Kolonialstil erbauten Häuser, bei denen sich Verfall und Restaurierung ein ständiges Kopfan-Kopf-Rennen liefern. Gleiches gilt übrigens auch für Havannas überaus beliebte Küstenstraße „Malecón“, die
nach und nach Meer und Wind zum Opfer fällt. Die Gebäude Havannas kann man wunderbar bei einem Bummel durch die verwinkelten Gassen der Altstadt, auf dem „Plaza de la Armas“ oder auf dem wunderschönen „Plaza de la Cathedral“ bestaunen.

Überhaupt heißen die kubanischen Prachtbauten nicht umsonst so. Erstatten Sie doch einmal dem strahlend weißen „Capitolio de la Habana“ einen Besuch.
Vorbild für dieses Gebäude war das Washingtoner Kapitol. In der mit schweren Bronzetüren versehenen Kuppelhalle erhebt sich die 14 Meter hohe Bronzestatue „La República“ majestätisch über Besucherköpfe.
Das Capitolio dient heute als Sitz für die Akademie der Wissenschaften.

Im wahrsten Sinne des Wortes groß ist auch der Kolumbus-Friedhof , ist er doch die größte Grabstätte Kubas.
Die beeindruckenden Grabmäler und Statuen sind auf jeden Fall eine Reisezu den Toten wert.

Weitere kulturelles Pflichtziel ist auch der „Palacio de los Capitanes Generales“.
An diesem ehemaligen Gouverneurspalast befindet sich das Stadtmuseum, welches mit seinen zahlreichen Ausstellungshallen
und Exponaten einen detaillierten Einblick in Kubas Geschichte gewährt.
Im Revolutionsmuseum bekommen Interessierte die Kubanische Revolution vermittelt – so können sogar ein Panzer und die legendäre
Motorjacht „Granma“ bestaunt werden.Mit dieser landete Castro 1956 in Kuba.
Selbstredend sollte man bei seinem Urlaub in Havanna auch nicht einen Besuch des „Plazas des la Revolucion“ auslassen.


Zu Ehren des kubanischen Nationalhelden José Martis wurde hier ein Denkmal errichtet.
Der Obelisk mit einer Sitzstatue des Volkshelden war den Kubanern immerhin 142 Höhenmeter wert.
Vom Platz aus kann man ruhig einenen Blick auf das stählerne Wandbild Ché Guevaras am Innenministerium werfen.
Auch wenn Sie jetzt schon einen Friedhof besichtigt haben lohnt es sich eine weitere Grabstätte zu besuchen:
Denn schließlich soll niemand geringeres als Christoph Kolumbus einst in der Kathedrale am „Plaza des la Catedral“ seine letzte Ruhe gefunden haben.  Inzwischen wurde der erallerdings nach Sevilla überführt.


Karibische Tänze im "Tropicana"

Natürlich gäbe es in Havanna noch eine Reihe interessanter Museen zu besuchen, doch wer nach Havanna reist, sucht immer auch das Leben. Und das hört in Kuba auf die Namen Mambo, Salsa, Rumba oder auch Cha Cha Cha .
Die Tanzshow unter freiem Himmel im „Tropicana“ ist zwar nicht gerade günstig, bietet aber für zwei Stunden feinste Unterhaltung.
Und wer möchte, versucht im Anschluss, seinen westeuropäischen Körper selber in karibische Schwingungen zu versetzen.

Ähnliche Schwingungen dürften Urlauber ereilen, die zu viel am Lieblingsgetränk Ernest Hemingways genippt haben.
Der Mojito wird dabei natürlich nicht nur in einer der Stammkneipen des Schriftstellers, der winzigen Bar „Bodeguita del Medio“, angeboten.
Auch an der Dachterrasse des rosafarbenen Hotels „Ambos Mundus“ hatte der trinkfeste Hemingway seine Freude – Grund dafür war unter anderem der fulminante Blick über die kubanische Hauptstadt.

Beim Thema Essen genießt das „La Guarida“ einen unschlagbaren Ruf.

Apropos Ruf, natürlich rufen bei jedem Urlaub auch die Kubas Poskartenstrände, die sich im Falle Havannas aber etwas außerhalb befinden.
Die traumhaften Strandanlagen sind mindestens so bekannt wie der Revolutionär Guevara –gucken dabei aber nicht ansatzweise so melancholisch wie der gute, alte Che.

 

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*Nachzulesen auch in der FREIZEIT, Deutschlands großes TV-Urlaubsmagazin von TUI ReiseCenter Ausgabe 06/08