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Kultur & Genuss im Piemont, 30.10. - 04.11.2014

Italien
von Micha Laufer
erstellt am
11.12.2014

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Micha Barolo Boy
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Kultur & Genuss im Piemont, 30.10. - 04.11.2014

Stationen der Rundreise:
  • Santa Vittoria d'Alba

In Sachen Genuss begann die Reise schon mit dem Versand der Reiseunterlagen: per "Bottlepack" kamen diese rund zwei Wochen vor Abflug mit einem Fläschchen Barbera d'Alba bei den Mitreisenden an. So konnten sich alle Teilnehmer schon einmal passend einstimmen auf die genussvollen Tage in Italiens Genießerregion No. 1 - dem Piemont.

Am Donnerstag, 30.10.2014, traf ich den Großteil der Reisegruppe in Luxemburg am Flughafen, nur ein Ehepaar sollte sich erst im Hotel in Italien zu uns gesellen, für sie hatten wir ein kleines Vorprogramm in Florenz organisiert. Gewohnt entspannt ging es am Airport Findel an Bord eines Luxair-Direktfluges nach Mailand. Am Flughafen wurden wir von Serena, unserer Reiseleitung für die nächsten Tage, und Busfahrer Piero (auch er bleib uns die gesamte Reise über treu) empfangen und es ging ca. 1,5 h Fahrzeit Richtung Westen.

Vorbei ging es an Reisfeldern um Vercelli (ein Drittel der Europäischen Produktion kommt von hier) in das Monferrato und schließlich ins Roero zu unserem Ziel: das schöne Schlosshotel "Castello di Santa Vittoria" nahe Alba. Hoch über dem Flusstal des Tanaro, er trennt hier die Regionen Roero und Langhe, thront die alte Festung mit ihrem weithin sichtbaren Turm. Das Hotel ist in einem Neubau innerhalb der alten Burgmauern untergebracht, ein Großteil der Zimmer bietet aus dem Fenster bzw. vom Balkon fantastische Aussicht über die Umgebung.

Nach Zimmerbezug und etwas Zeit zum Frischmachen trafen wir uns in der Hotelbar für einen kleinen „Aperitivo“, dann ging es ins Hotelrestaurant, das gemütlich im Gewölbe der alten Burg untergebracht ist. Eine leckeres Drei-Gänge-Menü und Köstlichkeiten aus der umfangreichen Weinkarte sorgten für wohlige Zufriedenheit und anschließend gesunde Bettschwere.

Am Freitag, 31.10.2014, ging es – nach einem wirklich leckeren Frühstück im Hotel, das weit über das in Italien auch in gehobeneren Hotels übliche Maß hinaus ging – in die nach Turin dem Namen nach wohl bekannteste Stadt des Piemont, nach Asti. Im morgentlichen Nebel kamen wir in der Stadt an, unser Busfahrer Piero brachte uns direkt zum an diesem Tag stattfindenden Markt, dort auch ein großer Parkplatz. Serena führte uns dann rund 2 Stunden durch die mittelalterlichen Gassen. Highlight sicherlich der Dom: außen gänzlich unscheinbar, im Inneraum aber komplett bunt gestaltet und mit vielen Fresken verziert. Sehr schön fand ich auch die Sammlung der „Palii“, also der Trophäen des alljährlich stattfindenden Pferderennens in der Stadt, im Seitenschiff der Kathedrale. Die anschließende Mittagspause stand zur freien Verfügung in Asti, es blieb also Zeit zu einem gemütlichen Bummel über den Markt oder ein „piccolo pranzo“ (kleines Mittagessen) in einer Bar oder Trattoria.

Am Nachmittag dann das 100%ige Kontrastprogramm zum wegen des Marktes quirligen Asti: die Abtei von Vezzolano. Abseits von allen Hauptrouten liegt dieses Kleinod in absoluter Ruhe und Abgeschiedenheit in einem versteckten Tal. Wir waren mit unserer kleinen Gruppe die einzigen Besucher dort, ein wirklich schönes Erlebnis. Die tiefstehende Sonne und die daraus resultierenden tollen Lichteffekte – und der leckere Espresso an dem urigen kleinen Kiosk beim Parkplatz waren die Krönung unseres Besuchs dort. Die anschließende Rückfahrt zum Hotel war recht lang (etwas über eine Stunde), aber die traumhafte Landschaft und die untergehende Sonne haben die Fahrt – zumindest für mich – vergoldet.

Am Abend stand dann ein 5-Gang-Menü in der „Osteria La Torre“ in Cherasco auf dem Programm. Gemütliches Ambiente, ein stimmiges Menü mit guter, typisch piemonteser Küche beendeten hier den Tag.

Der Samstag, 01.11.2014, sollte in jeder Hinsicht „Großes“ für uns bereithalten. Am Vormittag brachte uns der Besuch im Savoyerschloss von Racconigi nicht nur in ein wirklich beeindruckendes 300-Zimmer-Schloss mit prächtig ausgestatteten Räumlichkeiten, sondern dort im Keller dann in eine gewaltige Küche. Für mich fast der beeindruckendste Raum im Schloss, gefühlte 150 m² Platz, um den königlichen Bewohnern Gaumenfreuden zuzubereiten!!!

Von Racconigi ging es in unser erstes Weingut auf der Reise: die Cantina Marsaglia in Castellinaldo. Groß war der Senior des Hauses, Emilio, sicher nicht (ich schätze 1,65 m), aber er hat uns so begeistert durch „Seine“ Cantina geführt und dann zum – von seiner Frau Marine ganz hervorragend gekochten Mittagessen – „Seine“ Weine beschrieben und auch großzügig ausgeschenkt, dass es eine wahre Freude war. Entsprechend „groß“ fielen dann auch die Bestellzettel für den Wein aus, eine ganze Palette kam zusammen, die dann zu uns ins Büro geliefert wurde. Doch damit noch nicht genug…

So gestärkt fuhren wir weiter nach Alba, zum Besuch des – vielleicht – heimlichen Ziels der ganzen Reise: die Trüffelmesse in der Altstadt des mittelalterlichen Städtchens. Die ganze Altstadt ist voller Leben, Weinständen, Verkaufsbuden für allerlei regionale Genüsse, und in der Mitte des Ganzen findet in einem Zelt die eigentliche Messe statt. Man kann es eigentlich nicht beschreiben, denn es fehlt die Möglichkeit, Gerüche und Geschmäcke zu transportieren… aber für jeden, der gerne gut isst und trinkt ist dieses Zelt ein kleines Himmelreich!

Zum Abendessen – heute wieder im Hotel – gab es zum Glück „nur“ drei Gänge, einer davon passenderweise mit weißen Trüffeln… mehr wäre an diesem Tag sicher nicht mehr gegangen!

Sonntag, 02.11.2014: zum ersten Mal queren wir heute den Tanaro und es geht in die „Langhe“. Eine Landschaft wie im Chianti in der Toskana… nur noch hügeliger, mit noch pittoreskeren Örtchen, noch mehr Schlössern und Burgen! Und Weinberge soweit das Auge reicht… hier kommen ja auch mit die besten Tropfen Italiens her: der Barolo und der Barbaresco. Unsere Fahrt führte uns zuerst zum Castello Grinzane Cavour, dem einstigen Wohnsitz des Grafen Camillo Benso di Cavour, Architekt der italienischen Einigung im 19. Jahrhundert. Ein sehr schön gemachtes Museum im Schloss und das Schloss selbst sind wirklich sehenswert. Von Grinzane ging es weiter… und höher: hoch oben auf einem Hügel thront La Morra, von der Piazza Castello hat man einen gigantischen Blick auf die Langhe. Nach einem kurzen Rundgang durch das Örtchen und Fotostop an besagter Piazza fuhr uns Piero in das Herz des Barologebietes: es stand eine Weinprobe bei der Cascina Sciulun und Winzer Franco Conterno in Monforte an. In wirklich schönem Ambiente genossen wir zu einem von Winzersfrau „Signora Wilma“ bereiteten Mittagessen die guten Tropfen des Weingutes… auch ein Barolo durfte hier natürlich nicht fehlen. Erwähnenswert: Andrea, der Sohnemann des Hauses, spielt ein einer Fußballmannschaft namens „Barolo Boys“… wenn ich es richtig verstanden haben eher eine Freizeitkickertruppe, die Erlöse aus den Spielen werden für einen guten Zweck gespendet – schön!

Gestärkt und leicht weinseelig ging es am Nachmittag dann wieder zurück ins Tanarotal. Dort besuchten wir einen Trüffelsucher und gingen mit ihm auf Trüffelsuche. Um ehrlich zu sein hatte ich vorher bei diesem Programmpunkt ein bisschen Bauchweh… ich vermutete eine „Touristenvorführung“ mit wenig Authentizität. Umso schöner dann die Realität: ein Mann in Gummistiefeln, ein lockiger Hund und ein völlig unspektakuläres privates Waldgrundstück, durch das wir querfeldein spazierten. Und ein Trüffelsucher, der mit jedem gefunden Trüffel (und es waren einige…) ein immer breiteres Grinsen im Gesicht bekam, wir hatten wohl einfach Glück! Ein wirklich schönes Erlebnis war das zum Abschluss des Tages.

Abends empfing uns dann wieder das Hotelrestaurant im Castello di Santa Vittoria mit drei hervorragenden Gängen. Ich gönnte mir einen Barbaresco zum Essen… sehr lecker und genau die richtige Vorbereitung für den nächsten Tag, denn da ging es in den gleichnamigen Ort.

Am Montag, 03.11.2014, hatten wir zunächst wieder einen Termin mit den Trüffeln des Piemont: bei „Tartuflanghe“, hier werden Trüffel zu verschiedenen getrüffelten Produkten von Top-Qualität verarbeitet, stand eine Betriebsbesichtigung an. 3 Highlights gab es da: zu Beginn zeigte uns der zufällig gerade anwesende Produktionschef die aktuelle Sammlung großer frischer weißer Trüffel, aufbewahrt in einer Art Tresor, kein Wunder, bei einem Preis von ca. 3 € pro Gramm! Dann musste sich die komplette Reisegruppe für den Rundgang in Schutzanzüge inkl. Kopfhauben verpacken: ein wunderbarer Spaß J! Und die an den Rundgang anschließende Verkostung einer (gar nicht so) kleinen Produktauswahl ließ den Gaumen jubilieren. So gestärkt ging es wieder in Richtung Langhe, diesmal in den Osten von Alba. Ziel war der kleine Ort Barbaresco, wo der gleichnamige Spitzenwein zuhause ist. Nach einem geführten Rundgang blieb Zeit für eine Mittagspause in eine gemütlichen Bar… und natürlich einen kleinen Probier- und Einkaufsbesuch in der dortigen „Enoteca regionale“, hier untergebracht in einer ehemaligen Kapelle… sehr stilvoll! Am Nachmittag statteten wir dann der Sektkellerei Gancia in Canelli einen Besuch ab. Diesen Programmpunkt werden wir aber in Zukunft nicht mehr anfahren, denn das ehemalige Traditionshaus gehört mittlerweile dem russischen Wodkaproduzenten „Russian Standard“ und die Besichtigung der Keller und fabrikähnlichen Produktionsanlagen ist doch sehr ernüchternd, die Verkostung der Produkte ließ leider auch keine wahre Freude aufkommen.

Umso mehr (Vor-)Freude herrschte aber bei mir auf das Abendessen im Restaurant „Io e Luna“ mit Chefkoch Davide Odore. Das Menü war eine tolle und Außergewöhnliche Kombination: Aperitiv mit (reichhaltigem) Gruss aus der Küche, Karamelliesierte Aubergine (mit Parmesancreme und Tomatenmarmelade), Reiscreme mit Spinatflan an Parmesan und Praline von roher Salsiccia vom Kalb und schwarzem Trüffel, Entenschenkel mit Zwiebelmarmelade, Paprika und Amarenekirschen und als Nachtisch dann ein Zylinder mit ein Füllung von Pfirsich und Amaretti und Marsalapraline. Leider (leider leider) war die Ente wohl ein Langstreckenflieger und sehr fest, aber alles andere war geschmacklich und handwerklich absolute Topqualität. Gerne wieder, Davide!!!

Am Dienstag, 04.11.2014, hieß es nach dem Frühstück Abschied nehmen von Santa Vittoria und seinem schönen Schlosshotel, Besichtigungsziel dieses letzten Reisetages war Turin, die Hauptstadt der Region. Leider hatten wir für den letzten Tag augenscheinlich nicht genügend Opfer an den Wettergott gegeben – Regen! Zu unserem Glück gibt es aber in Turin 13 km Arkaden, so dass ein Großteil der Stadtführung trotzdem im Trockenen stattfand. Auch wenn sich die Stadt also nicht von Ihrer besten Seite gezeigt hat, war ich sehr positiv überrascht – das mag aber auch damit zusammenhängen, dass meine letzte Erinnerung vor diesem erneuten Besuch ein aufgebrochenes Auto und viel Stress bei der Meldung des Diebstahls bei den Carabineri war. Turin ist sowohl städtebaulich wie auch kulturell und nicht zuletzt in Sachen Shopping und Gastronomie absolut einen Besuch wert!

Um 15.00 Uhr hieß es dann „Leinen los“, Piero brachte uns durch strömenden Regen wieder zum Airport Mailand-Malpensa und von dort die Luxair gewohnt komfortabel und sicher zurück nach Luxemburg.

Abschließend bleibt mit nur, mich zu bedanken:

DANKE an alle Reiseteilnehmer, Sie waren / Ihr wart eine tolle Gruppe, so darf es gerne immer sein!

DANKE an Reiseleiterin Serena, Sie wusste wirklich alles, und Piero, er fuhr uns stets sicher und entspannt durch das Piemont!

Danke an den Wettergott für die traumhaften Tage 1-5 der Reise!

Und nicht zuletzt: Danke an das Team vom Hotel Castello di Santa Vittoria, wir haben uns sehr wohl gefühlt bei Euch!


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