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Skitour „Pordoi-Scharte“

Italien
von Uwe Bindrum
erstellt am
07.12.2015

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Skitour „Pordoi-Scharte“

Als ich morgens um sieben aufwache und durch das Fenster raus schaue ist es wie jeden Morgen. Die Spitzen des Langkofels (Sasso lungo) liegen gegenüber im Rosa der aufgehenden Sonne. Am stahlblauen Himmel gibt es keine Wolke. Schon die ganze Woche erleben wir die Dolomiten von ihrer schönsten Seite.

Der Schnee vor dem Hotel knirscht. Kein Wunder. Die Temperaturen in den letzten Tagen bewegen sich meist im zweistelligen Minusbereich.

Heute steht eine hochalpine Tour auf dem Programm. Die Fahrt durch die Pordoi-Scharte gehört zu den steilsten und gefährlichsten Abfahrten abseits der Dolomiten-Pisten und bietet eine gewaltige Bergkulisse.

Über Pisten und Zubringerlifte fahren wir auf dem schnellsten Weg zum Pordoi-Joch. Die kleine Ansiedlung von Hotels und Gasthöfen liegt verlassen in der Morgensonne. Einige Gebäude haben die besten Jahre des Italien-Tourismus wohl hinter sich. Während in den Sechzigern und Siebzigern hier noch Karawanen von Autoreisenden übernachteten, sind heute hier und da leer stehende, dem Verfall entgegen strebende Häuser auszumachen. Dort verlassen wir die Sella Ronda und steigen in die Seilbahn hinauf zum Sass Pordoi. In der Gondel befinden sich außer uns noch genau 2 weitere Personen. Aufgrund des bevorstehenden Abenteuers ist mir etwas mulmig zumute.

Zunächst geniessen wir oben das fantastische Panorama in alle Himmelsrichtungen. Ich betrachte meine Kameraden. Irgendwie scheint jeder ein bisschen über unser, nicht ganz ungefährliches, Vorhaben zu grübeln. Der Blick auf die warnenden „Attenzione-Schilder“ mit dem Hinweis auf Lebensgefahr macht noch einmal nachdenklich.

Niemand weiß, wie der Untergrund und die Schneebeschaffenheit ist. Den letzten Schneefall gabs vor 2 Wochen. Der Ausblick auf die Pordoischarten-Abfahrt aus der Gondel verriet aber wahrscheinlich nicht die schlechtesten Verhältnisse. Nach ein paar kurzen, aufmunternden Worten macht es mehrmals „Klick“ und wir stehen mit angeschnallten Skiern auf der Terrasse der Bergstation.

Wir folgen dem ausgefahren Ski-Pfad in Richtung Rifugio Forcelles Pordoi. Nach 2 steilen, kurzen, aber gut fahrbaren Buckelpisten stehen wir im Schatten vor der Hütte. Hier ist es ganz schön kalt. Links und rechts wachsen mehrere Hundert Meter Fels in den Himmel. So erscheint mir der Blick durch die Scharte wie durch ein großes Fenster.

Die Hütte ist eingeschneit und geschlossen. Durch die Scharte führt hier ein Kabel einer Materialseilbahn nach oben. Das aus alten Bruchsteinen gemauerte Seilbahn-Häuschen ist wahrscheinlich noch aus dem 1. Weltkrieg. Die provisorische Tür aus wettergegerbtem Nadelholz erinnert mich an die Verbauungen im Lagazoui- und Marmoladagebiet wo man noch die Stellungen aus der Zeit das „Grande Guerre“ besichtigen kann.

Vor uns stürzt das Gelände in unsichtbare Tiefen. Wir tasten uns an Felsen und Schneebuckeln vorbei an den Rand der sausteilen Abfahrt. Ich wage den ersten Schwung über eine riesige Schneewächte. Ein Abrutschen bzw. den Verlust eines Ski hätte hier fatale Folgen. Die Enge der „Schlucht“ und die herausragenden Steine und Felsen machen es uns nicht einfacher. Nach ca. 3-4 Schwüngen habe ich meinen Rhythmus gefunden und fahre nach 200 Metern vom Schatten in die Sonne. Das Gelände bleibt weiterhin so steil, wird durch die zurückweichenden Felswände aber immer breiter. Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung und der kraftraubenden Schwünge ist es hier unglaublich warm. Das erste mal in der ganzen Woche. Ich ziehe die Handschuhe aus und mache meine Skijacke auf.

Es gibt nach dem ersten Steilstück eine Passage durch viele abgebrochene Felsen und von da mehrere Möglichkeiten weiter zu fahren. Ich versuche schon mal von hier oben den besten Weg durch die Felsen ausfindig zu machen damit wir wieder zurück nach Pordoi kommen. Nimmt man hier die falsche Route, kommt man entweder nach links in Richtung Arraba oder nach rechts talwärts in Richtung Lupo Bianco und der Hang endet wahrscheinlich irgendwo an der Pordoijochstraße in unbekanntem Gelände, was mehrere Kilometer „Ski auf dem Buckel“ bedeuten würde.

Nachdem wir das Felsenmeer unfallfrei durchschifft haben fahren wir noch über schöne unberührte Hänge bis hinunter zu den Liften am Pordoi-Joch. Einstimmig beschließen wir, nachdem unser Tageswerk vollbracht ist, mit einem frischen Andechser Bier auf selbiges anzustoßen. Schließlich ist heute Abreisetag und allzu viel werden wir heute nicht mehr unternehmen. Ein Blick zurück in die senkrechten Sella-Wände der Pordoi-Scharte macht uns abenteuerlustig und erwartungsfroh fürs nächste Jahr.

Arrivederci!!!


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