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Teneriffa mal anders

Spanien
von Marion Föller
erstellt am
27.04.2016

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Sonnununtergang auf Teneriffa


Teneriffa mal anders

Am31.10.2015 bis zum 03.11.15 flog ich auf die schöne Kanareninsel Teneriffa um für eine Reisefachzeitschrift einen Bericht über den Norden der Insel zu verfassen.

Nach einem guten Flug nach Teneriffa Süd und der Aufnahme meines Mietwagens werde ichmit dem Ausblick auf einen wunderschönen Sonnenuntergang belohnt. Und auch die Temperaturen, die um 18:30 Uhr immer noch bei 20,5 Grad liegen, versetzen mich umgehend in Urlaubs- und Entspannungsstimmung.

Jetzt gilt es den Weg zum Hotel San Roque in Garachico zu meistern. Das Fremdenverkehrsamt hatte mir geraten die Autobahn Richtung Santa Cruz zu nutzen, da die direkte Strecke zwar kürzer ist, der Zeitaufwand aber ähnlich,durch die Serpentinen in den Bergen.

Ich bin sehr dankbar für diese Empfehlung, denn leider hängen die Berge an diesem Tag voller Wolken und es fängtein wenig an zu regnen. Die Autobahn auf Teneriffa ist jedoch wirklich wunderbar zu fahren und im Hellen hat man auch auf dieser Strecke eine wunderbare Aussicht auf das Meer und die Berge.

Mein Ziel Garachico ist mit ca. 5000 Einwohnern im Norden der Insel gelegen und noch ein sehr ursprünglicher Ort mit vielen kleinen Gassen und historischen Gebäuden. Garachico wurde 1496 von dem Genueser Christobal de Ponte gegründet und wurde im 16./ 17. Jahrhundert zum wichtigsten Hafen der Insel. Hauptsächlich durch die Verschiffung von Zuckerrohr und Wein. Im Jahr 1645 zerstörte eine Sturmflut viele Schiffe und Teile des Hafens und im Jahre 1697 gab es ein großes Feuer, das über 100 Häuser zerstörte. Aber die größte Katastrophe fand am 05. Mai 1706 statt, als der über dem Ort gelegene Vulkan ausbrach und die größten Teile des Ortes und des Hafens verschüttete. Gebeutelt von diesen Katastrophen verarmte die Stadt und im heutigen Puerto de la Cruz wurde ein neuer Hafen angelegt.

Vor der Küste Garachicos liegt ein großer Felsen im Meer, den die Einwohner nur El Roque nennen. Dieser ist der Namenspate meines Hotels, in dem ich nun einchecke. Das altherrschaftliche Hotel ist im Besitz der Familie Carayon und wurde im 17. Jahrhundert von einem Nachfahren Christobal de Pontes gebaut. Der Turm des Hauses diente einst als Wachturm über den geschäftigen Hafen.

Mit seiner wunderschönen Architektur und den hervorragend renovierten Räumen besitzt es ein besonderes Flair. Man betritt direkt hinter der Rezeption einen wunderschönen offenen Innenhof und kann rings um das zweistöckige Haus eine Balustrade sehen, mit den jeweiligen Eingängen zu den Zimmern. Das ganze Haus ist in einem weichen Rotton gehalten, welches bestens mit dem rotbraunen Holz der Treppen und Geländer harmoniert. Die ganze Atmosphäre des Hotels ist ruhig und gemütlich.

Alle Zimmer sind schlicht und elegant, aber sehr geschmackvoll im Bauhausstil eingerichtet und jedes einzelne der 20 Zimmer hat seine eigene, spezielle Identität. Zudem haben alle eine Whirlbadewanne, Wi-Fi, TV, DVD Minibar, Telefon und außerdem Föhn, Bademantel, Hausschuhe und Badetücher für den Pool.

Der beheizbare Pool befindet sich in einem zweiten Innenhof, in welchem auch das Restaurant und der Wellnessbereich und die Sauna untergebracht sind.

Das Restaurant erfreut sich auch bei auswärtigen Gästen großer Beliebtheit und ist immer gut gebucht. Da ich recht spät ankomme ist leider kein Tisch mehr verfügbar, so dass ich mich entscheide den Zimmerservice in Anspruch zu nehmen und bestelle mir eine leckere Tagliatelle auf das Zimmer. Der Roomservice arbeitet einwandfrei und sehr schnell. Den Rest des Abends verbringe ich mit spanischer Musik aus dem Radio und einem guten Buch in meinem wunderschönen Zimmer.

Am nächsten Morgen genieße ich es sehr Teneriffa und den hübschen Ort Garachico endlich im strahlenden Sonnenschein zu sehen und mache noch vor dem Frühstück einen kleinen Spaziergang durch die romantischen Gassen des Ortes.

Am Meer angekommen habe ich einen einzigartigen Blick auf einen Regenbogen und fühle mich wie in einer anderen Welt. Das Meer ist hier recht rau und große Wellen schlagen an den Felsstrand. Vor mir liegt El Roque und hält die größten Wellen von der Küste ab. Es gibt hier keine großen Hotels oder modern gebaute Häuser, aber gerade das gibt dem Ort seinen Charme.

Nach dem Frühstück treffe ich um 10:00 Uhr meinen Guide Iván Méndez von Tenoactivo. Für heute ist für mich eine Mountainbiketour geplant. Ich bin ein wenig aufgeregt, denn ich habe das noch nie gemacht und kenne die Berge Teneriffas nicht. Aber diese Sorge erledigt sich schnell von alleine, denn Iván entscheidet, dass die Berge aufgrund der starken Regenfälle am Vortag nicht für eine Anfängertour geeignet sind. Stattdessen machen wir alternativ eine schöne Fahrradtour durch die Bananenplantagen und an der Küste entlang Richtung Los Silos.

Iván ist bestens vorbereitet. Draußen wartet ein Mitarbeiter mit einem Transporter, der uns ein Stück weit den Berg hinaufbringt.

Dort bekomme ich einen Helm und das Fahrrad und los geht es. Ivan ist hier aufgewachsen und versorgt mich in gutem Englisch mit vielen, interessanten Informationen. Er erklärt mir, dass der wichtigste Wirtschaftszweig der Nordinsel der Export von Bananen ist und zeigt mir wo und wie sie wachsen. Neben den Bananen schafft der Tourismus die meisten Arbeitsplätze. Iván z. B. ist der Gründer des Unternehmens TenoActivo und bietet hier hauptsächlich Sea Kayaking an. Aber auch Tauchen, Stand up Paddling, Schnuppertauchen, Hiking/Trekkingtouren, Canyoning und Moutainbiking kann man bei ihm buchen. Der Norden der Insel eignet sich hervorragend für all diese sportlichen Aktivitäten, deshalb werde ich in Zukunft sicher mehr sportlich orientierte Gäste hierhin buchen.

Durch die starken Regenfälle haben sich mehrere Wasserfälle gebildet, die jetzt die Berge herunter rauschen. Iván ist selber ganz begeistert und erzählt mir, dass das höchstens viermal im Jahr vorkäme. In Los Silos angekommen machen wir eine Pause. Heute ist Markttag, wie jeden Sonntag und es gibt hier eine kleine aber feine Hippieszene. Man fühlt sich eine bisschen in die 70er Jahre versetzt bei dem Anblick. Hier wohnt auch mein Guide und er empfiehlt mir eine Marmelade aus der Kaktusfeige zu probieren, die so gut schmeckt, dass ich sie prompt kaufe.

Dann treffen wir einen Freund von ihm und dieser erzählt mir, dass er das kleines Guesthouse „ Casa la Ranita „ direkt am Marktplatz betreibe. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern seit einigen Jahren auf der Insel und hat ein wunderschönes Haus gemietet, in dem er vier Gästezimmer und Frühstück zu einem sehr fairen Preis anbietet. Auf mein Nachfragen hin zeigt er mir das Haus, welches einst für den Bürgermeister gebaut wurde und sehr schöne Räume mit hohen Decken hat. Zudem gibt es eine Dachterrasse, auf der man einen tollen Blick über den Ort und die Berge hat.

Auch in Los Silos gibt es keine großen Hotels, alles ist sehr kanarisch und ursprünglich. In den 70er Jahren hatte man zwar eine größere Anlage geplant, die jedoch in Eigentumswohnungen umgebaut wurde, die vorwiegend in deutscher Hand sind. Die Anlage „ Sibora“ genannt steht direkt am Meer und verfügt über einen gemeinschaftliche genutzten, öffentlichen Pool.

Auf dem Weg von Los Silos zur Küste fahren wir mit dem Fahrrad direkt bis ans Meer und dort auf einem Wanderweg entlang. Diesem kann man bis hinter Buenavista folgen.

Es ist sehr schön hier und Iván zeigt mir eine Stelle, an der das Meer mit unglaublicher Wucht in eine unterirdische Höhle fließt und dabei ein Geräusch wie das eines brüllenden Drachens produziert.

Außerdem wachsen hier die Kakteen mit der Kaktusfeige. Er pflückt eine ab und zeigt mir, wie man sie mit einem der starken Kaktusstacheln aufritzt. Ich probiere sie und bin überrascht über den fruchtigen, leicht säuerlichen Geschmack. Die Frucht färbt meine Zunge ganz pink und Iván erzählt, dass sich selbst der Urin pink färbe, wenn man zu viele davon äße.

Wir fahren an der Küste entlang zurück nach Garachico und Iván zeigt mir die neue Marina des Ortes. Damit ist das sportliche Angebot der Region perfekt. Denn außer dem Yachthafen gibt es in Buenavista einen Golfplatz, so dass auch der exklusivere Kunde angesprochen wird, diese Region zu besuchen.

Zur Mittagszeit kehren wir in einem der kleinen, netten Restaurants ein, um frischen Fisch zu essen.

Iván empfiehlt mir zur Vorspeise Tintenfisch mit kanarischen Kartoffeln und es schmeckt wirklich hervorragend. Auch der Fisch zur Hauptspeise ist sehr gut. Zum Nachtisch trinken wir noch einen Kaffee in der Eisdiele. Danach ist unsere schöne und informative Tour zu Ende.

Nach einer kleinen Siesta entscheide ich mich am Nachmittag zum äußersten Nordwesten zu fahren. Dort gibt es hinter Buenavista direkt am Golfplatz entlang einen schönen Wanderweg und eine Felsenbucht. Die Wellen treffen dort sehr stark auf die Felsenküste und man kann wunderbare Bilder von hoch aufschießenden Gischtwolken machen.

Als die Sonne untergeht sitze ich dann nach einer kleinen Wanderung bereits in dem kleinen Restaurant „El Burgados“ das direkt am Ende der Bucht liegt und sehe mir von der Terrasse aus den farbenprächtigen Sonnenuntergang an.

Zurück in meinem Zimmer entdecke ich eine leckere Flasche kanarischen Weißwein mit freundlichen Grüßen der Familie Carayon. So lasse ich den Abend mit einem schönen Gläschen Wein und meinem guten Buch ausklingen.

Am nächsten Morgen frühstücke ich sehr früh, bekomme aber kaum etwas herunter, da ich sehr aufgeregt bin. Um 08: 30 Uhr treffe ich mich mit einem Team von enminube auf dem Parkplatz des großen Einkaufzentrums von La Orotava. Diese haben sich auf Tandem-Paraglidingflüge spezialisiert.

Der Parkplatz ist leicht zu finden und Borja, der mit mir springen wird trifft pünktlich dort ein. Im Moment bin ich mir aber gar nicht so sicher, ob ich mich darüber freuen oder besser weglaufen sollte.

Alleine die einstündige Fahrt den Berg hinauf lohnt sich schon. Es ist interessant zu sehen, wie grün Teneriffa sein kann. Das Gelände eignet sich bestens zum Wandern und Mountainbiken.

Langsam sieht man nur noch Nadelbäume und schließlich haben wir die Baumgrenze erreicht und ich frage mich wie weit hinauf wir wohl noch fahren werden. Aber als wir um die nächste, letzte Kurve fahren bieten sich mit einem Mal zwei atemberaubende Ausblicke.

Zum einen auf den Gipfel des Teide, der mit seinen 3718 m zugleich der höchste Berg Teneriffas und Spaniens ist und zudem ein wunderschöner Ausblick hinunter nach La Orotava und die Bucht von Puerto de la Cruz bis auf das Meer. Unter uns läuft ein leichtes Wolkenband, ansonsten haben wir freie Sicht.

Puh.., ob ich mich traue hier herunterzuspringen ???

Wir steigen aus und ich merke wie kalt und windig es hier oben ist. Auf mein Nachfragen hin erfahre ich, dass wir uns in 2200m Höhe befinden, an einem der höchsten Absprungplätzen Europas. Unsere Sprungexperten müssen jetzt zunächst den Wind prüfen, denn wenn er zu stark ist, dann müssen wir von weiter unten starten. Aber er ist perfekt und es kann losgehen.

Borja gibt mir einen Helm und Handschuhe, ich bekomme eine Art Rucksack auf und dieser wird mit dem Geschirr des Paragliders verbunden, mit dem Borja wiederum verbunden ist.

Er erklärt mir in Ruhe, in einem hervorragenden Englisch, dass ich beim Aufgehen des Schirms erst ein Stück nach hinten gezogen werden würde, aber ich solle stehen bleiben und sobald es möglich sei einfach nach vorne laufen. Dann geht alles ganz schnell und bevor ich genug Zeit habe Angst zu haben, sind wir auch schon in der Luft und ich warte auf das mulmige Gefühl, dass man hat, wenn einFlugzeug startet, oder auf dem Fahrgeschäft einer Kirmes.

Aber nichts dergleichen passiert, es ist einfach nur unfassbar schön,....ganz sanft haben wir abgehoben.

Unfassbar schön und unfassbar, dass man sein Leben bedenkenlos ein paar dünnen Seilen und einem Stück Stoff anvertraut.

Unfassbar, dass die Wolken UNTER uns liegen. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr in einem Flugzeug sitzt, draußen die Wolkenfelder seht und euch wünscht einmal darauf spazieren zu gehen? Beim Paragliden könnt ihr das beinahe tun.

Da die Sonne von hinten auf die Wolken scheint, bildet sich ein kreisrunder Regenbogen und wir fliegen mitten hindurch. Ich fühle mich wie Alice im Wunderland. Es ist ein unwirkliches Gefühl hier oben zu schweben, aber jeder sollte es einmal ausprobieren. Borja erzählt mir, dass nicht das Alter oder die Kondition ausschlaggebend ist für einen Tandemflug, sondern vielmehr das Gewicht. Ab

30 kg bis 100 kg ist alles möglich von 11- bis 100 Jahren. Sein ältester Teilnehmer war 80 Jahre alt.

Am Ende des Fluges kreisen wir noch etwas über Puerto de la Cruz und sehen die Stadt in allen Einzelheiten von oben, bevor wir auf einem Parkplatz an der Küste landen. Fasziniert schaue ich zu, wie die Schirme auf eine bestimmte Art gefaltet werden, damit sie sich beim nächsten Flug richtig öffnen. Dann werden wir abgeholt und das Team bringt mich zurück zu meinem Auto. Es war eine wunderbare Erfahrung.

Bei einem weiteren goldroten Sonnenuntergang verabschiede ich mich von Garachico und Teneriffa.

Ich kann nur jedem empfehlen die Region selbst einmal zu besuchen um zu sehen, wie vielschichtig die Urlaubswelt des Nordens Teneriffas ist.


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