Spektakuläre Strände und Landschaften

Lanzarote, die "schwarze Perle im Atlantik", ist die am weitesten östlich gelegene Kanareninsel. Die Landschaft auf Lanzarote erinnert an eine Mondlandschaft.

Im 18. und 19. Jahrhundert gab es viele Vulkanausbrüche, die einen großen Teil der Insel mit Lava und Asche bedeckten. Die vulkanische Asche und die zahlreichen Krater werden heutzutage von den Inselbewohnern zum Weinanbau genutzt. Im Jahr 1993 wurde die gesamte Insel Lanzarote von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Es gibt lange Strände mit schwarzen oder weißem Sand, einige der schönsten sind die Puerto del Carmen, Playa Blanca und Famara.

Castillo de Guanapay
Oberhalb der ehemaligen Hauptstadt Lanzarotes, Teguise, befindet sich das Castillo de Guanapay mit der Burg Santa Barbara, die im 16. Jahrhundert auf der Spitze des Vulkanes Guanapay erbaut wurde. Von dort hat man eine herrliche Sicht über viele Teile der Insel. In der Burg befindet sich heute ein Museum zur Emigration kanarischer Bewohner, die während einer Dürreperiode im 19. Jahrhundert nach Süd- und Mittelamerika auswanderten. Jeden Sonntagmorgen wird ein Markt veranstaltet, wo neben dem Verkauf moderner und traditioneller Produkte auch Volksmusik und -tanz aufgeführt werden.

Timanfaya Nationalpark
Der Timanfaya Nationalpark liegt im Westen der Insel und hat eine Fläche von 51 km². Der Park besteht aus einer bizarr schönen Vulkanlandschaft, in der nur wenige Pflanzen und Tierarten überleben. Hornklee und Salzkraut sprenkeln hie und da das Lavameer und die Vulkankrater. Besonders beliebt sind Kamelritte zu den Vulkanen. Die bemerkenswertesten Vulkankegel sind der Timanfaya-Berg, der Volcan Nuevo del Fuego o del Chinero, die Calderas Quemadas, die Caldera del Corazoncillo und der Montana Rajada. Wer mit dem Mietwagen anreist, sollte nicht in der Mittagszeit ankommen, weil zu dieser Zeit auf dem Weg zum Besucherzentrum meist lange Autoschlangen entstehen. Am besten schließt man sich einer geführten Bustour an, denn diese Busse dürfen einfach am Stau vorbeifahren.

Jameos del Agua
Am Fuße des vor 3000 Jahren ausgebrochenen Vulkans Monte de la Corona im Norden Lanzarotes liegen die Jameos del Agua, ein Höhlensystem von fast 6 km Länge. Die Jameos (wörtlich: Lavablasen) sind Hohlräume aus Lava, die durch eine Explosion vulkanischer Gase entstehen. Die Lavahöhlen sind durch Tunnel miteinander verbunden. Ausgebaut wurde das Höhlensystem 1968 von dem Künstler César Manrique. In den Jameos leben einige nur in solchen Höhlen auftretende Tierarten, wie die blinde Albinokrabbe, die zu den seltensten Tierarten gehört. Die Krabbe wurde zum Wahrzeichen der Jameos del Agua gemacht. Ein weiterer Teil der Jameos sind die Cueva de los Verdos, das längste vulkanische Gangsystem der Welt. Die Höhlen sind eine beliebte Touristenattraktion.

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Unser Ausflugstipp

Vor Lanzarote können Sie seit Ende Februar 2016 Europas erstes Unterwassermuseum besuchen. Auf einer Fläche von rund 2500m² stehen zunächst 35 Skulpturen auf dem Meeresgrund nahe der Playa Las Coloradas im Südwesten der Insel. Sie können die Exponate in 12-15m Tiefe sowohl tauchend oder schwimmend als auch vom Boot aus besichtigen.

Auf den Spuren Cesar Manriques

Bizarre Landschaftsbilder. Feinsandige Strände. Wandeln Sie auf den Pfaden des berühmten Künstlers. Cesar Manrique war sicher der bedeutendste Künstler der Kanarischen Inseln. Bekannt wurde er als Maler, Bildhauer, Architekt, Garten- und Landschaftsgestalter sowie Umweltschützer. Seiner unermüdlichen Arbeit ist es zu verdanken, dass die Küste nicht verbaut und Ferienanlagen nicht in die Höhe geschossen, sondern Charakter der Landschaften und Dörfer erhalten blieben.

Auf den Spuren Cesar Manriques

Die Jameos del Agua, im Inneren eines Vulkantunnels spiegeln die Harmonie zwischen Natur und künstlerischem Schaffen. Am Mirador del Rio, eine der repräsentativsten architektonischen Leistungen Manriques, erleben Sie einen der spektakulärsten Panoramaausblicke Lanzarotes.

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