Wie hilft TUI, gegen den Plastikmüll anzukämpfen?

"Wenn sich nichts ändert, wird es 2050 in den Ozeanen so viel Plastikabfälle geben wie Fische." - Ellen MacArthur Foundation

Der alarmierende Anstieg von Riesenmüllbergen sorgt täglich weltweit für Schlagzeilen. Wer schon mal nach einem Sturm einen Spaziergang am Strand gemacht hat, weiß, was alles in den Ozeanen treibt. Als Reaktion darauf, hat das Europäische Parlament bereits für ein Verbot von Plastik-Einwegartikeln, wie Strohhalme oder Besteck, gestimmt.


8 MILLIONEN TONNEN PLASTIKMÜLL...

  • ...gelangen jährlich in unsere Ozeane.
  • Jede Minute wird eine Müllwagenladung Plastik in die Meere gekippt.
  • Nur 15 Prozent der Kunststoffabfälle werden recycelt.
  • Strohhalme gehören zu den Top 10 der Kunststoffabfälle in unseren Ozeanen.
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Gerade in der Touristikbranche müssen wir die Reduzierung von Plastikabfall übernehmen und vorantreiben, zumal es immer mehr umweltfreundlichere Alternativen gibt. Mit Hotelpartnern, Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffen will TUI touristische Ziele schützen und sich kontinuierlich nachhaltig engagieren. Dazu hat TUI kürzlich einen Leitfaden zur Vermeidung von Plastikabfällen für Hoteliers veröffentlicht. Neben vielen Informationen, praktischen Ratschlägen und Alternativen zu Einwegplastikartikeln, die in den Bereichen Empfang, Gästezimmer, Küche, Restaurants und Bars genutzt werden, erläutert der Ratgeber das grundlegende Prinzip 4-Rs, um die wachsenden Müllberge in den Griff zu bekommen.

  • reduce: Reduktion des gesamten Verbrauchs von Einwegplastikartikeln
  • reuse: Nutzung von wiederverwendbaren Mehrwegplastikartikeln
  • replace: Ersatz von Plastik durch Holz, Maisstärke, Bambus oder Papier
  • recycle: Nutzung von wiederwertbarem Plastik

Die Broschüre enthält viele konkrete Tipps, was an welchen Stellen ausgetauscht werden kann. Angefangen bei gewebten All-Inclusive Armbändern über Türschilder aus Holz bis zu nachfüllbaren wandmontierten Shampoo und Duschspendern.

Durch den Austausch von Plastikrührstäbchen durch Holzalternativen (für Getränke) werden zukünftig bei den TUI Fluggesellschaften jährlich 12 Millionen Stück Einweg-Plastikartikel gespart. TUI fly verzichtet zudem bereits seit vergangenem Sommer auf Plastikstrohhalme, was pro Flug 60 Stück ausmacht.

Praxisbeispiele aus den Hotels

TUI Sensatori Barut Fethiye
Das türkische Hotel legt Wert auf die Reduzierung von Kunststoffen, weshalb sie den Einsatz von Kunststoffen in ihrem Betrieb bewertet und, wo immer möglich, Reduktionsziele festgelegt hat. Als Ergebnis dieser Überprüfung wird die Menge an Kunststoffabfällen kontinuierlich überwacht und protokolliert und es wurden Maßnahmen zur Reduzierung des Kunststoffverbrauchs ergriffen, z.B. das Verbot von Kunststoffhalmen. Seit 2016 wurden bereits 4.450 kg Kunststoffabfälle eingespart. Im Rahmen der Strategie zur Kunststoffreduktion informiert das TUI SENSATORI Barut Fethiye ihre Gäste und Mitarbeiter über die negativen Umweltauswirkungen von Kunststoffen und die Maßnahmen, die das Hotel ergriffen hat.
 
SuneoClub Atlantica Sancta Napa Hotel
Das SuneoClub Atlantica Sancta Napa Hotel minimierte den Einsatz von Kunststoff-Einwegflaschen durch die Einführung von Wasserfontänen, in denen Kunden wiederverwendbare Polycarbonatgläser oder Pappbecher füllen können. Gäste haben auch die Möglichkeit, wiederverwendbare Kunststoffflaschen zu kaufen und diese während ihres Aufenthaltes im Hotel zu verwenden; 20% der Kosten werden für wohltätige Zwecke gespendet. Im Restaurant werden außerdem nur Mehrweg-Glasflaschen verwendet.

TUI SENSIMAR Lagoon Mauritius
Die TUI SENSIMAR Lagoon Mauritius recycelt alle ihre Kunststoffflaschen in enger Zusammenarbeit mit einer lokalen Recyclingstation. Die Flaschen werden verarbeitet und dann in andere Länder exportiert, um Anti-Allergie-Produkte wie Matratzen und Kissen herzustellen.

Robinson Clubs auf den Malediven
Um die Verschmutzung des Ozeans durch die Verwendung von Plastikflaschen auf den Inseln zu verhindern, vermeiden die beiden ROBINSON Clubs auf den Malediven Verschwendung durch die nachhaltige Aufbereitung von Trinkwasser. Das System nutzt die Osmose zur Entsalzung und Reinigung von Meerwasser. Das frisch erzeugte Trinkwasser wird durch Zugabe von Mineralien und Kohlensäure in Sodawasser umgewandelt und in eine von 7.500 neuen Glasflaschen umgefüllt. Die Flaschen werden auch vor Ort gereinigt, was den Kunststoffabfall vollständig ausschließt und den Transport und die Entsorgung von jährlich rund 800.000 Kunststoffflaschen überflüssig macht.

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