Die Kultur der San

Älteste Bevölkerungsgruppe Namibias

Sie leben seit etwa 20.000 Jahren im südlichen Afrika. Von den Holländern aus Südafrika verdrängt, von der südafrikanischen Homeland-Strategie in das wüstenartige „Buschmannland“ nördlich von Grootfontein abgeschoben, leben heutzutage noch ca. 30.000 San in Namibia – jedoch nur noch wenige von ihnen auf traditionelle Weise. Diese beinhaltet die Jagd und – für die Frauen – das Sammeln von Früchten, Beeren und stärkehaltigen Feldzwiebeln.

Ein tiefes, tradiertes Wissen über die Natur und ihre Umwelt zeichnet die San aus. Dazu gehört auch, dass sie hunderte von Pflanzenarten unterscheiden können, hervorragende Spurenleser und geschickte Jäger sind. Mit ihren kleinen Bogen können sie nicht über große Entfernungen schießen – diesen Nachteil gleichen sie jedoch mit speziell präparierten Pfeilen wieder aus. Die Spitzen tränken die San nämlich mit einem tödlichen Gift, das sie aus der Larve eines Käfers und verschiedenen Kräutern gewinnen. Bei Tsumkwe, der ehemaligen Distrikthauptstadt an der C44, kann man dank eines kommunalen Projektes Einblicke in den Alltag und die erstaunlichen Fertigkeiten der Buschleute gewinnen. Gemeinsam mit den Männern kann man jagen gehen, einem Elefanten nachpirschen oder man beobachtet die Frauen beim Verrichten ihres Tagwerks.

Quelle: Kundenmagazin FREIZEIT 11/2010, Autor: Aldo Green

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