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Bonaire / Karibik

Bonaire, Sint Eustatius und Saba
von Wolfgang Pähler
erstellt am
12.03.2015

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Bonaire / Karibik

Montag, 5. Januar 2015 Wetterprognose: 28 Grad bei leichter Bewölkung

Die zweite der ABC-Inseln ist heute unser Ziel, wohingegen Aruba nicht angefahren wird.

Bon bini auf Bonaire! Sobald man den Fuß auf diese zauberhafte Insel setzt, wird man von Bonaires Anmut in den Bann gezogen. Die Insel ist eine Naturschönheit, die insbesondere von ihren Einwohnern geschätzt und geliebt wird. Durch zahlreiche Umweltschutzprojekte sorgen sie für die Erhaltung ihrer Schönheit. Insbesondere die Korallenriffe, die die Insel umgeben, stehen unter besonderem Schutz. Das Atoll ist mit dem Bonaire Marine Park ein Paradies für Taucher. Rings um die Insel findet man 60 Tauchreviere, die man direkt vom Land aus ansteuern kann, ohne auf ein Boot zu gehen. Daher ist die Insel in Taucherkreisen wahnsinnig beliebt und man sieht beim Befahren der Insel an vielen Stellen Autos und Pickups mit Tauchausrüstung. Es gibt sogar ein eigenes Verkehrsschild, das auf die Gefahr von die Straße überquerenden Tauchern hinweist. Leider habe ich dieses Schild nicht fotografieren können.

Doch man muss nicht unbedingt tauchen können, um den Liebreiz von Bonaire zu entdecken. In der Hauptstadt Kralendijk geht es wesentlich beschaulicher zu als auf der Nachbarinsel Curacao. Die Häuser sind zwar ähnlich bunt, aber aufgrund der geringen Einwohnerzahl nicht so zahlreich. Außerhalb der Hauptstadt findet man fast nur noch Vegetation, zumindest im Großteil der Insel. Es fällt sehr wenig Regen und auch nur in der Regenzeit ist die Insel grün, ansonsten eher grau. Kakteen wachsen sehr viele, sie werden wie auf Curacao als Holzersatz genutzt und vielfach als Zäune gepflanzt.

Man findet in den Hängen der Hügel viele Höhlen, in denen Fledermäuse nisten. Sie werden sehr geschützt, denn sie dienen der Bestäubung der Kakteen. Da Kakteen nachts blühen, scheiden Bienen für die Bestäubung aus. Auf Bonaire gibt es ca. 200 Vogelarten, von denen ca. ein Drittel endemisch ist. Der Bonairianische Wellensittich ist fast doppelt so groß wie andere Wellensittiche. Er wird gern mit dem Bonairianischen Papagei verwechselt. Der Wellensittich legt seine Eier grundsätzlich in Termitennester auf Bäumen ab, um seine Nachkommen vor Eidechsen und Leguanen zu schützen.

Der Süden der Insel, der sehr flach ist und sich teilweise unter Meeresniveau befindet, wird von Salzfeldern dominiert. Das Salz von Bonaire ist einzigartig, denn es bildet sehr große Kristalle.

Seit Jahrhunderten wird Salz gewonnen, meist mit Sklaven, die in der Umgebung ihrer Arbeitsstätte unter Bäumen schliefen. Erst sehr viel später wurden diese Hütten gebaut, um wenigstens ein gewisses Maß an Schutz zu bieten.

Das Salz wird zu riesigen Bergen aufgetürmt und dann per Förderband direkt in Schiffe geleitet.

Das Leben ist nicht billig. Fast alles muss importiert werden. Zudem beträgt der Mindestlohn nur umgerechnet 4,50 Dollar. Die Küche auf Bonaire ist sehr kreolisch. Wenig Salz und Gewürze wird verwendet. Zu jeder Mahlzeit gibt es Kartoffeln aus eigenem Anbau oder importierten Mais bzw. Reis. Dazu kommen heimische Backbananen, Zwiebeln, Tomaten und kleine Gurken.
An heimischen Früchten findet man wie gesagt Bananen, Mango, Papaya und die Acerola-Kirsche. Diese Bäume müssen frühzeitig mit Netzen abgedeckt werden, denn ansonsten hat man wegen der vielen Vögel keine Freude an der Kirschernte.

Strom kostet sehr viel und steht nicht immer ausreichend zur Verfügung. Die Regierung hat die Insel in 6 Quartiere eingeteilt. Ist zu wenig Strom vorhanden, werden einzelne Bereiche vom Netz getrennt. Die Bevölkerung hat sich darauf eingestellt. Oft trifft man sich dann bei Freunden oder Nachbarn, kocht auf Gasherden und bei Gasbeleuchtung und macht gemeinsam Party.

Apropos Quartiere: Zur besseren Orientierung hat man benachbarte Straßen nach Themen benannt. So findet man nach Frauenvornamen benannte Straßen in einem Quartier oder Edelsteinnamen bzw. Metalle in einem anderen. In der Umgebung des Flughafens sind die Straßen nach Gestirnen oder nach Dingen benannt, die mit dem Himmel zu tun haben.

Auf Bonaire findet man neben der Hauptstadt 6 Dörfer, die über alle auch bei uns üblichen Einrichtungen verfügen: Kirche, Gemeindezentrum, Grundschule, Gaststätte, Arzt und Apotheke. Jeder gemeldete Bonairianer ist automatisch kostenlos krankenversichert. Dafür zahlt man auch 30 – 33% Steuern.
Das Schulsystem ist nach europäischem Vorbild organisiert. 10 Schuljahre sind verpflichtend. Der Unterricht findet von 7 bis 13 Uhr an 6 Wochentagen statt. Uns gefällt sehr gut, dass alle Schüler Schuluniformen tragen; ein Mobbinggrund entfällt.

Auf der Insel stehen einige Windräder. Das Problem ist aber, dass sie kaum laufen, da der Wind oft zu stark weht oder Windstille herrscht. Man hat leider feststellen müssen, dass sich diese Investition nicht rechnet.

Zum Abschluss noch zwei anekdotenhafte Erzählungen der Reiseleiterin über den Straßenverkehr. Der Zustand der asphaltierten Straßen ist nicht gut, so dass alle Autofahrer relativ langsam um die Schlaglöcher herumkurven. Betrunkene erkennt man daran, dass sie immer nur geradeaus fahren.

Bis vor 20 Jahren gab es eine sehr eigenwillige Vorfahrtregel: Wer eine Straße befuhr, die von Nord nach Süd führte, hatte Vorfahrt. Dies schaffte man ab, als immer mehr fremde, nicht ortskundige Fahrer Probleme mit der Orientierung nach Himmelsrichtungen zeigten.


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