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Ein Tag auf der Insel Jersey...

Großbritannien
von Tanja Zander
erstellt am
24.06.2015

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Ein Tag auf der Insel Jersey...

Ein Tag auf der Insel Jersey,

Samstagmorgen, 7: 00 Uhr, Flughafen Stuttgart. Flug mit Air Berlin von Stuttgart nach Jersey. Wir fahren gemeinsam mit der recht überschaubaren Anzahl an Mitreisenden vom Gate mit dem Bus vorbei an den großen Flugzeugen, bis wir vor einer Propellermaschine zum Stehen kommen. Meine Freundin ist völlig entsetzt: In so einen kleinen Flieger steige sie niemals ein! Der Flugbegleiter scheint Übung im guten Zureden bei solchen Panikattacken zu haben. Er erklärt, dass Turboprop-Maschinen statistisch gesehen sogar sicherer als eine große Boeing oder ein Airbus seien. In Erwartung der gut zweieinhalb Stunden Flugzeit nehmen wir direkt „neben“ den Propellern Platz. Nach ein paar Minuten in der Luft beruhigen sich die Gemüter. Man gewöhnt sich langsam an die Geräuschkulisse der Motoren.

Eineinhalb Stunden später kündigt der Pilot die geplante Zwischenlandung auf der Insel Guernsey an, allerdings zwingt ihn die schlechte Sicht noch zu einigen „Runden“ über der undurchdringlichen Wolkendecke. Die Wetterlage beschert uns dann letztlich doch die direkte Landung auf Jersey und wir sind um 8.00 Uhr Ortszeit, somit früher als geplant, auf der Insel. Der Flughafen ist so klein, dass wir zu Fuß über das Rollfeld schlendern, um das Flughafengebäude zu erreichen. Am Ausgang erklärt uns eine freundliche TUI-Reiseleiterin, wie wir mit dem Bus in den nächsten Ort gelangen. Wo sind wir hier eigentlich gelandet? Mitten im Grau des typischen englischen Regenwetters lassen Grün und Blüten erahnen, welche Naturpracht hier bei Sonnenschein auf die Besucher wartet.

„Ein Stück Frankreich, das ins Meer gefallen ist und von England aufgesammelt wurde.“ So beschrieb der französische Schriftsteller Victor Hugo die kleine Inselgruppe, auf der er im 19. Jahrhundert im Exil weilte und bei gutem Wetter bis in seine Heimat Frankreich blicken konnte.

Jersey ist mit nur 118 Quadratkilometern die größte der Kanalinseln. Sie liegt in der Bucht von St. Malo, rund 160 km von Großbritannien, aber nur etwa 24 km von der französischen Küste entfernt. Eine wechselvolle Geschichte hat den Lebensstil Jerseys geprägt und bereichert. Man sagt der Insel französisches „Laisser-Faire“ und „British Lifestyle“ nach. Durch Loyalität und geschickte Diplomatie hat sich die Insel über viele Jahrhunderte einen unabhängigen politischen Status erhalten, der sie der englischen Krone unterstellt, ihr jedoch eine Unabhängigkeit vom englischen Parlament garantiert – mit eigener Währung, dem „Jersey Pfund“, eigenen Briefmarken und einer eigenen Regierung.

Wir machen uns mit dem Bus auf den Weg nach St. Aubin an der Südküste. So früh am Morgen ist in dem verschlafenen kleinen Küstenörtchen noch die Welt in Ordnung. Da auch noch kein Café geöffnet hat, schnuppern wir im Nieselwetter an dem drei Meilen langen Sandstrand Meeresluft. Es bleibt allerdings beim „Schnuppern“, denn die Ebbe präsentiert uns schräg liegende Fischerboote und Yachten auf sandigem Grund. Der Strand ist bei Ebbe tatsächlich ein paar hundert Meter breit – kein Wunder bei dem weltweit zweitgrößten Tidenhub von etwa 12 Metern. Mit den nackten Füßen im flachen Wasser – die etwa 16 Grad fühlen sich nach einer Weile gar nicht mehr so kalt an - laufen wir in Richtung St. Helier, dem Hauptort der Insel. Die Wassertemperatur schwankt auf Jersey zwischen 9 und 16 Grad. Durch den starken Wasseraustausch beim Gezeitenwechsel erwärmt sich das Wasser nur wenig, jedoch lässt andererseits der milde Golfstrom über 1.500 Pflanzenarten auf der Insel gedeihen.

Unerwartet reißt plötzlich der Himmel auf, es bleiben nur noch ein paar Schäfchenwolken übrig. Das Meer verfärbt sich türkisfarben, der Sand sieht nicht mehr grau, sondern goldgelb aus, an der Strandpromenade sehen wir jetzt auch die Palmen und blühenden Büsche, während ein paar Reiter an uns vorbeigaloppieren. Innerhalb von wenigen Minuten sind wir in einer völlig anderen Welt. Alles strahlt und leuchtet frisch und bunt. Im Dunst können wir – zunächst noch undeutlich - einige Autos direkt auf dem Sand erkennen, die sich beim Näherkommen als Rennwagen in „Aktion“ entpuppen.

In St. Helier angekommen bedauern wir sehr, dass wir keinen Geldkoffer dabei haben, dessen Inhalt steuerfrei angelegt werden könnte – befindet sich doch hier an jeder Straßenecke eine Bank. So langsam erwacht auch hier das Leben, als wir durch die Haupteinkaufsstraßen schlendern. Namhafte Kaufhäuser bis hin zu kleinsten, blumig-plüschigen Lädchen laden hier zum Bummeln und Shoppen ein. Unser Ziel ist die viktorianische Markthalle mit ihren größtenteils noch original erhaltenen Ständen. Nebenan im „Beresford Fish Market“ gönnen wir uns unser 2. Frühstück: So frische Austern findet man selten!

Frisch gestärkt geht es nun mit dem nächsten Bus in Richtung Nordwesten weiter und wir sind erleichtert, dass wir nicht selbst mit dem Auto unterwegs sind, denn unsere Strecke führt zum Teil über die „Green Lanes“. Genau genommen sind die Ausweichmanöver des Busses mit Rücksicht auf Wanderer, Radfahrer und Reiter, die auf diesen engen, teilweise pflanzenüberwucherten Straßen Vorrang haben, kaum möglich. Unsere Fahrt führt durch pittoreske, kleine Dörfer, bestehend aus traumhaften Steinhäusern und Grundstücken mit englischem Rasen und exotischen Pflanzen. Kein Wunder, dass hier nur eine Höchstgeschwindigkeit von 24 km/h erlaubt ist.

Unser Ziel ist Plémont Bay. Nach einem kurzen Weg zu Fuß dorthin ist allerdings von der von Felsen umgebenen Sandbucht nichts zu sehen. Eine in den Fels gehauene Steintreppe endet in der tosenden Flut. So setzen wir unsere Wanderung auf dem „Cliff Path“ fort, einem Küstenwanderweg, der an der gesamten Steilküste im Norden Jerseys entlang verläuft. Ein beständiges Auf- und Ab etwa 60 Meter oberhalb des Meeres eröffnet immer wieder grandiose Aussichten auf das Meer und die Steilküste. Wir lassen uns verzaubern vom leuchtenden Grün und der üppigen, noch nie gesehenen, exotisch anmutenden Vegetation.

Nach einer guten Stunde erreichen wir eine der schönsten Buchten Jerseys: Grève de Lecq. Ein goldgelber Sandstrand, eingerahmt von den Ausläufern der Steilküste und ein paar verstreuten Häusern im Grün des Hintergrunds, laden zum Verweilen ein. Wir haben unsere Handtücher gerade am Wassersaum ausgebreitet, als uns die „Life-Guards“ davon abraten. Nur 10 Minuten später wissen wir auch warum: Die Flut überspült alles sehr schnell.

Weiter geht für uns die Reise Richtung Südwesten in der Hoffnung, nicht nur einen Blick auf die kilometerlange St. Ouen’s Bay zu erhaschen. Jedoch endet die Fahrt erst mal in einem kleinen Dorf im „Niemandsland“. Der Busfahrer genießt seine Mittagspause, wir gehen auf Entdeckungstour. Neugierig wie wir sind, entdeckt uns eine alte Lady, als wir über Ihr Mäuerchen schauen und lädt uns auf einen Drink in ihren Garten ein. So freundliche Leute haben wir selten erlebt!

Auf der Weiterfahrt entlang des unendlichen Sandstrandes der St. Ouen’s Bay gelingt es uns immer wieder, einen Blick auf die Surfer und Wellenreiter zu werfen, die hier voll auf ihre Kosten kommen. Auch noch am frühen Nachmittag kommen wir in den Genuss der ausgezeichnet zubereiteten Meeresfrüchte mit den typischen „Jersey-Kartoffeln“ als Beilage, die man nicht versäumen sollte zu probieren – durch die salzhaltige Luft und Erde haben sie einen wundervollen, leicht salzigen Eigengeschmack. Man fühlt sich hier landschaftlich oft in eine Verfilmung von „Rosamunde Pilchers“ Büchern versetzt – ebenso sind die Patrone der Restaurants nicht nur für ihre delikate, oft französisch geprägte Küche bekannt, sondern auch für ihre bisweilen exzentrische Lebensart. So pflegt manch ein Küchenchef sogar höchstpersönlich nach Meeresfrüchten zu tauchen.

Nach einem kurzen, letzten Spaziergang entlang der Strandpromenade geht es im Bus über St. Helier zurück zum Flughafen. Beim Blick aus dem Fenster trauen wir unseren Augen kaum: Wo sich morgens noch kilometerweit der Sandstrand hinzog, rollen jetzt die Wellen gegen die Strandmauer. Unglaublich und faszinierend zugleich, wie sich ein Stück Land innerhalb kürzester Zeit so verändern kann!

Jersey hat nicht nur kulinarisch überraschend großen „Appetit“ auf die völlig unterschiedlichen, benachbarten Inseln Guernsey, Alderney, Sark und Herm gemacht. Es ist wirklch schade, dass wir nur einen Tag Zeit für diese „andere Welt“ hatten – aber wir kommen sicherlich wieder!


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