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Familiensegeltörn mit Jugendlichen

Kroatien
von Tanja Zander
erstellt am
07.12.2015

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Familiensegeltörn mit Jugendlichen

Familienurlaub mit Jugendlichen – mal ganz anders

Erlebnisbericht von Tanja Zander vom TUI ReiseCenter Weilheim

Wie und wo verbringt man einen entspannten Urlaub mit pubertierenden Jugendlichen, so dass alle Beteiligten zu Ihrem Urlaubsglück finden?

Bei einem Mitsegeltörn in Kroatien, bei dem Jugendliche und Eltern auf unterschiedlichen Yachten, aber mit gleichem Törnverlauf Ihren Urlaub verbringen. Auf diese besondere Weise haben wir getrennt und doch gemeinsam, eine gleichzeitig entspannte und doch auch wiederum spannende Woche auf den Segelyachten verbringen können.

Von der Autofahrt durch Kroatien blieb mir vor allem ein Bild in Erinnerung: die rot gefärbte Erde mit silbrig glänzenden Olivenbäumen und leuchtend grünen Weinreben.

Um nicht im samstäglichen Stau zu stehen, sind wir bereits früher losgefahren, um noch 2 Tage im Hotel Belvedere in Vrsar zu verbringen.

Zum Glück hatten wir Badeschuhe im Gepäck – ohne diese ist es wirklich schwierig und gefährlich, unverletzt über die rutschigen Leitern an den Felsen ins Meer zu gelangen. Dafür hat uns das glasklare Wasser sogleich für die Kraxelei entschädigt. Als bekennende Wasserratte konnte ich ewig weit an dem zum Hotel gehörenden Küstenabschnitt entlangschwimmen – meine Jungs dagegen hatten gleich eine Möglichkeit entdeckt, um von aufgeschütteten Felsbrocken zu springen und sich danach auf einer aufblasbaren „Hüpfburg“ im Wasser zu vergnügen. Die vom Hotel angebotene Animation am Pool wurde von meinen Jungs nur skeptisch von Weitem beäugt: im Alter von 14 und 17 Jahren ist man viel zu cool für solche Spielchen, die zwar mehrsprachig waren, aber nur bei wesentlich älteren Gästen oder auch bei ein paar jüngeren Kindern gut ankamen.

Nach 2 Tagen Sonnenbaden am Strand und „Völlerei“ am reichhaltigen Buffet (es ist auch schön, als Mutter mal nicht immer den Kühlschrank füllen und kochen zu müssen) freuten wir uns auf ein doch etwas anderes, für die Kinder vor allem unbekanntes, Leben an Bord einer Segelyacht.

In Pula angekommen, hatten wir schnell den angegebenen Steg gefunden, an dem „unsere“ Yachten für die kommende Woche festgemacht waren. Auf den Booten war durchaus schon was los: die beiden Skipper tätigten die letzten kleinen „Alltagsreparaturen“ und ein paar Jungs sprangen auch schon leichtfüßig über die Decks. Meine Jungs waren sehr erstaunt, wie eng es z.T. in den Kabinen ihrer schwimmenden Urlaubsunterkunft, der Yacht „Tiger Rag“, zuging. In den Kabinen mit einem „großen“ Bett muss man sich schon sehr lieb haben oder super schlank sein, um sich nachts nicht zu erschlagen. Aber sie hatten Glück, in der Stockbettkabine hatte wenigstens jeder eine Koje für sich alleine.

Da ein Segeltörn kein All-Inclusive-Hotelaufenthalt ist, musste erst noch ein Großteil des Wochenbedarfs für beide Schiffe, in unserem Fall für 12 Personen, eingekauft werden. Die Jungs hatten einen Riesenspaß dabei, mit 5 überfüllten Einkaufswagen durch den Supermarkt zu flitzen.

Als alle Einkäufe in unergründlichen Tiefen der Boote verstaut waren, hieß es endlich „Leinen los“. Mit klaren Kommandos war die „Tiger Rag“ mit ihren Jungs zwischen 12 und 17 Jahren schneller aus dem Hafen als unser „Erwachsenenschiff“. Obwohl wir nur eine Bucht in der Nähe angesteuert hatten, fühlten wir uns schon fast wie „Seebären“ mit der Nase im Wind und schnell ein gutes Stück vom Land entfernt. Mitten in der Bucht wurde geankert und kurz danach ist die ganze „Mannschaft“ beider Schiffe zum Baden ins Meer gesprungen.

Am nächsten Morgen wurden zum ersten Mal die Segel mit Kurs auf die Kvarner Bucht gesetzt, der Motor ausgemacht, und es gab nur noch uns, den Wind und das Meer. Alle standen andächtig an Deck und genossen das Dahingleiten auf dem Wasser nur durch die Windkraft in den großen Segeln. In der abends angesteuerten Bucht waren wir nicht die Einzigen, jedoch gab es für jedes Schiff genügend Platz, um in Ruhe nach dem obligatorischen Bad im Meer das selbstgekochte Abendessen mit einer guten Flasche kroatischen Weins an Deck in der untergehenden Sonne zu genießen. Das „Jugendschiff“ lag nur wenige Meter von uns entfernt, aber keiner wollte was von uns wissen. Sehr engagiert hatten sich alle Kinder um das gemeinschaftliche Kochen gekümmert und saßen dann, nach dem - voller Stolz - selbstgekochten Abendessen bei bester Unterhaltung noch lange an Deck.

Da die Jungs in dieser kurzen Zeit mit „gesundem Hunger“ bereits einige Lebensmittelvorräte vernichtet hatten, nahmen wir am nächsten Morgen Kurs auf das pittoreske Hafenstädtchen Mali Losinj. Beim Einkaufen und kurzen Stadtbummel sehnten wir uns schon schnell wieder auf unsere Segelyacht zurück, auf der selbst bei Flaute auf dem Meer wenigstens ein leichter Fahrtwind wehte.

Wäre das Boot nicht so hellhörig, hätte man bei dem leichten Schaukeln durch die Wellen ewig weiterschlafen können … Aber noch relativ früh am nächsten Morgen kamen ein paar der Jungs mit dem Beiboot vorbei, um auch uns netterweise vom Bäcker, dessen kleiner Laden sich an Land hinter den Bäumen versteckte, Brot fürs Frühstück mit zu bringen. Welch Luxus in dieser Bucht ohne „sichtbare Zivilisation“! Gut gestärkt konnten wir es kaum erwarten, den Anker zu lichten und Kurs auf das nächste Ziel zu nehmen, natürlich immer mit dem Vorsatz, so wenig wie möglich mit Motor zu fahren. Vorbei ging es an oft unbewohnten Inselchen, mit sprödem Charme, mal völlig karg und felsig, dann wieder sehr grün. Auf einer Insel waren auf einer Anhöhe noch zwei ziemlich verfallene Häuser zu sehen und daneben – ganz wichtig – eine Kirche. Am nächsten „Felshaufen“ wollten wir gerade vorbeifahren als wir sahen, dass die Jungs angehalten hatten, zu dieser Insel hinübergeschwommen und über die Felsen hochgeklettert sind. An der höchsten Stelle (laut Skipper keine 10 Meter, für mich gefühlte 20 Meter) sprangen die Jungs begeistert ins Wasser.

In der nächsten Übernachtungsbucht saßen wir noch beim abendlichen Absacker an Deck, als sich die beiden „großen“ Jungs (beide 17 Jahre alt) mit dem Beiboot leise paddelnd angeschlichen hatten, um sich noch ein Bier zu schnorren. Da saßen dann die beiden total friedlich (ohne pubertierende Anwandlungen) an Bord und erzählten von Wende-Manövern, vom Kochen, wer was macht, usw. – Für mich war es eines der schönsten Erlebnisse bei diesem Törn, denn selten habe ich meinen Sohn so ausgeglichen und zufrieden mit sich und seiner Umwelt erlebt!

Unser nächstes Ziel, die „Schweinebucht“ (die Bucht hat die Form eines Schweineringelschwänzchens…) hatten sich bereits einige andere Segler zum Festmachen ausgesucht. Von hier ging es über einen Trampelpfad zu einem Restaurant, welches aufgrund der völlig abgeschiedenen Lage nur selbst gezüchtetes Gemüse und Fleisch von selbst gehaltenen Schafen anbot – eigentlich viel zu schade, um nur einmal hier zu essen. Zum Glück hatten wir für den dunklen Rückweg die Jungs mit ihren Smartphone-Taschenlampen dabei – ganz stolz sind sie uns voraus gelaufen.

So langsam mussten wir unsere Route wieder heimwärts in Richtung Pula planen. Dafür gab’s endlich mal kräftigeren Wind, und alle fassten bei den Richtungswechseln mit an, als das Boot richtig flott im Wind lag. Den schönen Wind hatten wir dann doch ein bisschen zu lange ausgenutzt – in der nächsten angesteuerten Bucht mit dazugehörigem Hafenstädtchen gab es keinen Anlegeplatz mehr für uns. Was aber doch noch ein riesen Glück für uns war, denn nachdem wir die nächste Landzunge umrundet hatten, lag vor uns eine geschützte Bucht – und niemand sonst war dort! Genial! Wir erforschten schnorchelnd die Unterwasserwelt und „unterhielten“ uns mit ein paar verirrten Ziegen an Land. Im Bugkorb sitzend genoss ich bei langsam untergehender Sonne einen Apéro und begrüßte endlich bei Einbruch der Dämmerung erleichtert unsere Jungs, deren Skipper diese Bucht vorher noch nicht kannte und auf Umwegen angesegelt kam.

Wehmütig segelten wir am nächsten Tag unserer letzten Bucht entgegen. Die Jungs durften bei ihrem Mast noch eine Art Sitz an ein Seil hängen, um sich gegenseitig zur Mastspitze hoch zu ziehen. Nicht alle wollten lange dort oben bleiben – da schwankte es nämlich mächtig! Diese Aktion ließ sich auch noch wunderbar variieren. Die Jungs hielten sich mit den Händen an dem Sitz fest, das Seil lief nur über eine Rolle an der Mastspitze, so dass sie sich wie Tarzan rausschwingen konnten, um in hohem Bogen ins Meer zu springen. Wie gut, dass die Schiffe getrennt waren, wir brauchten diesen Kick definitiv nicht!

Am letzten Segeltag frischte der Wind dann doch noch so auf, dass wir richtig Fahrt machten – auch am Steuer war endlich mal richtig „Arbeit“ angesagt, um das Boot bei diesem Wind auf Kurs zu halten. Das hat richtig Spaß gemacht! Auch die Jungs hatten beim nächsten Stopp bei der „Blauen Grotte“ richtig leuchtende Augen, wie sie von dem schäumenden Wasser bei dieser rasanten Fahrt geschwärmt hatten. In der Bucht der „Blauen Grotte“ hat uns dann die Realität wieder eingeholt. Ein „Touristen-Seeräuberschiff“ nach dem anderen machte dort Halt, so dass wir dort nicht die Einzigen waren, die sich das – durch eine unter Wasser liegende Höhle – faszinierend schimmernde Licht anschauten.

Auf den letzten Seemeilen vor dem Heimathafen ist dem Wind ganz schön die Puste ausgegangen, dafür haben uns kurze Zeit Delfine begleitet! Keiner getraute sich was zu sagen, um diese anmutigen Tiere bloß nicht zu erschrecken.

Wieder in Pula angekommen, kamen ein letztes Mal die gemeinschaftlichen Kochkünste zum Einsatz. An Deck haben wir die Woche nochmal weinselig Revue passieren lassen und waren uns alle einig, dass wir nicht zum letzten Mal segeln waren!!


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