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Paradiesisches Sardinien

Italien
von TUI Deutschland GmbH
erstellt am
18.12.2015

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Paradiesisches Sardinien

Stationen der Rundreise:
  • Porto Rafael

Paradiesisches Sardinien

Über das Meer erreichen wir am frühen Morgen die Küste Sardiniens, die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Möwen umkreisen unsere Fähre, auf der wir eine geruhsame Nacht verbracht haben. Die Farbe Blau bestimmt den ersten Eindruck, den wir bekommen. Blauer Himmel, und das Meer schimmert uns von türkisblau bis smaragdgrün entgegen. Runter von der Fähre und los geht unsere erste Entdeckungstour entlang der Costa Smeralda Richtung Norden. Hier wird Postkarten-Kitsch wirklich zur Realität. Wir entdecken feine, weiße Sandstrände, die meisten sind jetzt in der Nachsaison menschenleer und das Wasser ist noch wunderbar warm. Die ersten bunten Fische ziehen an unseren Beinen vorüber, karibischer Inselzauber hält uns gefangen. Wir genießen den Anreisetag und bewundern die vielen Buchten, die das Landschaftsbild bestimmen. Die Hotels liegen sehr dezent an der Küste verstreut, nichts stört diese unglaubliche Idylle. So schön und einzigartig hatte ich mir diesen Küstenabschnitt nicht vorgestellt, und wir sind sehr gespannt, was uns diese Insel alles an Überraschungen bereithält.

Unser wunderschönes Ferienhaus mit direktem Blick übers Meer auf den La Maddalena-Archipel liegt ganz im Norden. Fasziniert von den Farben und den unzähligen kleinen Inseln beschließen wir, bereits am nächsten Tag mit unseren Mountainbikes die Fähre von Palau auf die Hauptinsel des Archipels zu nehmen. Entlang der Küste mit Blick auf die zerklüftete Nordküste Sardiniens radeln wir auf die Insel Caprera, die man über eine sehr lange Brücke erreicht. Jetzt geht es durch Kork- und Pinienwälder am Meer entlang, an traumhaft schönen, weißen Stränden vorbei. Wir können uns kaum für eine Bucht zum Baden entscheiden, nach der nächsten Biegung taucht eine noch Schönere auf. Nach einem landestypischen Mittagessen in einer kleinen Osteria am Strand sind wir gestärkt, um den Monte Telaione im Inselinneren zu erklimmen und werden mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Wir sind begeistert, wie uns dieses Fleckchen Erde in nur zwei Tagen verzaubert hat.

Mit dem Auto geht es am nächsten Morgen in Richtung Nordwesten: Wir entdecken das Capo Testo. Hier bläst uns ein kräftiger Wind um die Nase, schäumende Gischt spritzt zu uns herauf. „Cimitiero die Sassi“, Friedhof der Steine, nennen die Sarden den bizarren Felsgarten. Es wirkt, als hätten titanische Hände Riesen, Kobolde, Feen und Fabelwesen aus Granit modelliert. Man spürt hier die Naturgewalten, die stets am Werke sind. Den Rückweg fahren wir über Land, vorbei an einsamen Weilern und wunderschönen Wälder. Es wird Landwirtschaft betrieben und wir treffen auf das ein oder andere Agriturismo. Nur wenige Touristen begegnen uns und wir freuen uns schon auf unsere nächsten Mountainbike Touren durch diese abwechslungsreiche Landschaft. Doch erst stehen die wunderschönen kleinen, in Fels gerahmten Sandbuchten zum Schnorcheln auf unserem Programm. Entlang der Küste rund um Palau entdecken wir unzählige dieser einsamen Buchten und was uns im Wasser an Leben erwartet, ist sehr beeindruckend. Noch keine zehn Meter vom Strand entfernt beobachten wir reges Treiben in allen Farben und Größen. Das Wasser ist angenehm warm und wir vergessen ganz die Zeit, die wir beim Schnorcheln verbringen. Nicht nur diese felsige Küstenform ist bekannt für den Norden, nein, wir finden hier auch super Strände zum Surfen und Kiten. In wahnsinnigem Tempo jagen die Surfer über das Wasser und wir freuen uns über die vielen bunten Segel, die farbenfroh im Kontrast zu Himmel und Meer frech im Maestrale durch die Luft wirbeln.

Unseren Sundowner genießen wir in den Surferbars am Strand. Hier treffen wir Hotelgäste vom 5-Sterne-Hotel und die Familie vom nächstgelegenen Campingplatz, jeder ist begeistert und genießt „la dolce vita“.

Auf unserer nächsten Tour besuchen wir das Wahrzeichen von Palau, das Capo d’Orso, das „Bärenkap“. Von dort aus fahren wir weiter zu einer der schönsten Ecken, die Bucht von Cala Capra. Hier hat man einen traumhaften Blick auf den Maddalena-Archipel und die Costa Smeralda. So viel radeln macht hungrig und wir verbringen den Abend in einem sehr guten Restaurant direkt am Meer in Palau. Verwöhnen lassen wir uns von Meerfrüchten, dem Fisch des Tages und einem sardischen Rotwein. Es gibt sehr gute Weine auf dieser Insel, die es wert sind, auch ein paar Flaschen mit nach Hause zu nehmen.

Zu Festen und an Sonntagen zieht ein Spanferkel- und Lammduft durch die Luft. Auf Spießen werden sie knusprig goldbraun gebraten und die darüber hängenden Kräuter geben im Rauch ihr Aroma ab. Die besondere Würze kommt jedoch aus den Kräutern, die die Tiere beim Weiden gefressen haben, so schmeckt es wirklich lecker. Eine Spezialität der Sarden ist „A carraxiau“. So nennen sie einen Braten, der in einer Grube auf der Glut von abgebrannten Hölzern in der Erde gegart wurde.

Heute fahren wir Richtung Westküste und sind gespannt auf die wilden Felslandschaften, die uns dort erwarten. Zuerst geht es ganz entspannt von Santa Teresa Gallura immer an der Küste entlang. Kurz darauf bleiben wir mit den Mountainbikes im tiefen Sand einer riesigen Düne stecken. Also zurück ins Auto und so fahren wir weiter auf der Küstenstraße Richtung Badesi. Wir erreichen die Costa Paradiso, die ihren Namen zu Recht trägt. Steil fallen die Felsen ins glasklare, türkise Wasser. Hier fühlen sich Taucher wohl, weil Sie direkt die Steilküste hinab tauchen können, ohne weite Wege im Boot zurücklegen zu müssen. So vergehen unsere Urlaubstage wie im Flug und wir haben leider nur einen ganz kleinen Teil von Sardinien kennengelernt.

Natürlich habe ich dieses Jahr Weihnachtsbräuche von Sardinien mitgebracht:

Il Natale, so wird Weihnachten dort genannt, wird mit einem großen Festessen begangen. Es gibt viel Fisch und Lamm, dazu Gemüse und sardischen Wein. Zum kulinarischen Brauch gehört auch der berühmte Panettone, ein Weihnachtskuchen aus Eiern, Butter, Zucker, kandierten Früchten und Rosinen. Dieser wird zum Nachtisch gereicht. Dann holen die Sarden ihre abgewetzten Tombolaspiele aus den Kellern und spielen bis zur Mitternachtsmesse. Tombola ist ein italienisches Glücksspiel, das aus der Region um Neapel stammt. Jeder Spieler erhält mehrere Tabellen mit Ziffern, jede Ziffer hat eine eigene Bedeutung. Der Spielleiter zieht aus einem mit diesen Zahlen gefüllten Säckchen, eine Zahl nach der anderen und erzählt passend zum Symbol eine Anekdote. Gewinner ist, wer als Erster eine komplette Reihe seiner Tabelle voll hat, die mit getrockneten Bohnen, Kichererbsen oder kleinen Nudeln markiert wurden.

Unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum, der traditionell bereits am 8. Dezember aufgestellt wird, liegen die Geschenke, die aber erst am Morgen des 25. Dezember ausgepackt werden dürfen. Und da eine Krippe zum Weihnachtsfest nicht fehlen darf, sollte man zu dieser Jahreszeit unbedingt den kleinen Ort Olmedo zwischen Sassari und Alghero besuchen. Dort wird Brot zur Krippe. Einzigartig und originell wird jedes Jahr in der romanischen Kirche „NS di Talia“ eine ganz spezielle Krippe aufgebaut. Handwerksmeister kreieren schöne, weiße Figuren aus Brotteig und auch die Landschaft wird so gestaltet. Berührend lebhaft ziehen die Krippenfiguren über Mehlwanderwege durch die Landschaft.

Le auguriamo un buon Natale e tanta felicità, successo e salute per il nuovo anno

Frohe Weihnachten, Glück, Erfolg und

persönliches Wohlergehen für das neue Jahr


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